Donnerstag, 31. Dezember 2009

Songs des Jahres

1. The Limousines - Very Busy People

Es dauerte und dauerte und dauerte und plötzlich ließ es mich nicht mehr los. Und, das größte Problem, ich kann den Song nicht einordnen. Großes Popcornkino für Menschen, die auch Popcorn bei niveauvollen Dramen essen.


2. Kid British - Sunny Days

Ich wurde verlassen, aber ich habe ja Bohnen und Toast. Den Briten scheint die Sonne aus dem Arsch. Sonnenbrille auf und genießen.


3. The Big Pink - Dominos

Die Sonne ist schwarz, da fallen die Mädchen, reihenweise, wie Dominosteine. "And I really loved breaking your heart." BÄM!


4. Malcolm Middleton - Kiss At The Station

Platz 1 in der Kategorie "Großstadtmomente und moderne Zeit" geht spontan an einen routinierten Mann, Malcolm Middleton, halber Teil der Band Arab Strap.

I can see it coming closer every day
I can feel it growing further every night



5. Mumford & Sons - Little Lion Man

Bei diesem Lied recke ich regelmäßig die Hände gen Himmel und brülle mit. Verrückt? Verrückt.


6. The Candle Thieves - The Sunshine Song (Sonne, wo man hinsieht nur Sonne)
7. Athlete - Rubik's Cube (Album relativ Schwach, der Song dafür einer der besten aller vier Alben)
8. Montag - Großstadt (Part 2 ist auch toll, Großstadt hat mich aber als erster SOng des Albums richtig mitgenommen)
9. Kid British - Our House Is Dadless (Endlich wird ein Madness-Sample benutzt! Und einzige Band, die doppelt vorkommt. Kaiserlich.)
10. Lacrosse- We Are Kids (Shiny Happy People)
11. Hockey - Song Away (Es leben die 80er!)
12. The Cinematics - New Mexico (Wahrscheinlich wieder der einzige gute Song des Albums)
13. Brakes - Worry About It Later (2 Minuten reichen für ein grandioses Feuerwerk)
14. ClickClickDecker - Händedruck Am Wendepunkt (Gewohnt gut, dafür neu mit kompletter Band)
15. Tele - Die Nacht Ist Jung (unpeinlicher Schlager - Teil 1)
16. The Boy Least Likely To - Balloon On A Broken String (But I'm all empty inside)
17. The Rakes - The Light From Your Mac (Wir trauern um eine große Band)
18. Two Door Cinema Club - Something Good Can Work (Tanz!)
19. Maxïmo Park - The Kids Are Sick Again (I don’t mind losing self-respect; I’ve done it before and I’ll do it again; I’m stifled tonight, which is fine; I’ve done it before and I’ll do it again)
20. Bishop Allen - Cue The Elephants (Konzert des Jahres!)
21. Weezer - (If You Are Wondering If I Want You To) I Want You To (Wow, die kriegen ja doch noch gute Songs hin...)
22. Virginia Jetzt! - Dieses Ende Wird Ein Anfang Sein (unpeinlicher Schlager - Teil 2)


Bonus Track:
Jamie T - Sticks 'n' Stones

Ich hab das Lied erst kürzlichen lieben gelernt, vermutlich hätte es einen harten Kampf um die Spitzenposition gegeben. So reicht es zum Bonus Track, der ja auch eine gewisse besondere und außerordentliche Position einnimmt.



Auf ein gutes Musikjahr 2010. Vielleicht kommen Echt tatsächlich zurück. Wahrscheinlicher werden neue Helden geboren, alte Helden stürzen (weiter) ab, wir bekommen gewohnt gutes, werden Hypes feiern und fallen lassen, aber vor allem werden wir tanzen, weinen, klatschen und uns freuen.

Montag, 21. Dezember 2009

Das Musikjahr 2009 - Teil 1

Album des Jahres, ein Titel, den man nicht einfach so vergibt, da muss schon etwas besonderes entstanden sein, nicht eine bloße Zusammenstellung von Songs, besser Singles. Es soll ein Gesamtwerk sein, das von Vorne bis Hinten als Gesamtes fasziniert. Es soll nachdenklich sein, fröhlich, zum mitwippen und mitfühlen, eine runde Scheibe Leben, zum eintauchen, mitmachen, freuen, lachen, weinen, klatschen, grunzen, schlucken, stampfen, unter der Decke verkriechen und alles durch die Gegend schmeißen.

2009 hat das nur ein Album tatsächlich geschafft. Es gab viele Alben, die toll waren, keine Frage, die großartige Songs enthalten, Phoenix, Montag, fun., The Rakes und Bishop Allen. ClickClickDecker sowie Kid British kommen noch am nächsten an die, an meine Definition vom Album des Jahres heran. Tatsächlich erreichen können die dieses Jahr aber nur Franzosen. Ja, Franzosen, auch Engstirn-Offi kann seine Ohren für Franzosen öffnen, sie singen ja in Englisch, glücklicherweise.

Toy Fight heißen sie, und das ist auch schon so ziemlich das einzige, was man über die drei Herren aus Paris und Lyon erfährt. Inzwischen haben sie sich verdoppelt, allerdings nur für die musikalische Untermalung, die kreativen Köpfe hinter der Band sind weiterhin Sebastien Broca, Maxime Chamoux und David Simonetta. City Slang hat das Album "Peplum" veröffentlicht. Motor beschreibt die Musik als fluffigen Folk-Pop im Stile Belle & Sebastians, das ist ganz sicher nicht verkehrt. Genau so wenig verkehrt ist es, sich dem Album zu widmen, ihm Zeit zu geben, viele kleine Spielereien, viel mehr Verrücktheiten finden sich in den 39:04 Minuten, die das Album lang ist. Schrullig, bunt, poppig. Drei Eigenschaften, 6 Bandmitglieder, 13 Songs und drei Ansagen/Zwischensequenzen. 1a.

Freitag, 18. Dezember 2009

Zwickmühle

Darf man MashUps in Jahresbestenlisten aufnehmen? Und zählen die dann als zwei (oder eben mehr, je nachdem) Songs? Und warum haben viele eine Scheu davor? Angst?

Montag, 14. Dezember 2009

REJ on Tour

Schon kurz nach der Gründung geht die Robert-Enke-Jugend auf große Deutschlandtour, um uns vorzustellen und den Menschen zu vermitteln, was wir wollen (In der Regel sterben, die Welt ist scheiße!). Oliver P. (Sat1) und Theo Z. (Frankfurt/ M.) fehlten leider verletzungsbedingt, eine überraschende Fröhlichkeit überfiel sie. Unser Mitgefühl gilt ihren Verwandten und Freunden.

Unser erster Ortstermin war heute, Montag, der 14. Dezember 2009, in Einfeld, Schleswig-Holstein. Die Bahnlinie Kiel - Neumünster war unser Ziel, das wir pünktlich zum Berufsverkehr erreichten. Ohne großes Warmmachen warfen wir uns mit Getöse in die Menge, ein großer Bahnhof für eine wichtige Sache.

Viele Menschen hatten auf ihrer morgendlichen Zugfahrt (plus Ersatzverkehr im übervollen Bus) zwei Stunden mehr Zeit, darüber nachzudenken, dass sich glücklich sein, nicht lohnt. Ein gelungener Auftakt. Morgen dann auch in ihrer Nähe.

Wie bedanken uns bei allen Unterstützern.

Samstag, 28. November 2009

Cool

Uschi darf jetzt Arbeitsministerin spielen und der Chefkoch aus Hessen macht einen auf Berlusconi. Und nebenbei stocken Friedensnobelpreisträger Truppen auf und finden Landminen gar nicht soooo schlimm. Schön.

Donnerstag, 19. November 2009

Chaostheorie

Ja, ich gebe zu, es ist überraschend, wenn es im Herbst stürmt. Dass dann zu Gefährlichkeiten neigende Bäume einfach mal ihre Lust am Unsinn ausleben. Berufsrisiko, oder irgendsowas. Aber warum ist das so? Warum gibt es Regen? Und Wind? Warum fallen Bahnen aus, kommen Busse viel zu spät? Zwei Möglichkeiten. Du hast nicht aufgegessen. Oder Gott holt mal wieder seine Peitsche raus. Ich tendiere zur ersten Möglichkeit. Die zweite scheint mir zu absurd.

Das ist noch nicht alles, ich bin auch anderweitig fündig geworden. Für Leute die unnatürlich früh aufstehen müssen, haben die Lebensfreunde von Philips was entdeckt. Hilft zwar nicht gegen Herbststürme und ausfallende Bahnen, aber man kann ja auch nicht alles haben.

Dienstag, 10. November 2009

Umbrella elle ella eh eh eh

Liebe Regenschirmbenutzerinnen und -benutzer,

schaut euch doch kurz um, wenn ihr den Schirm aufspannt und bleibt bitte nicht ruckartig stehen, ich habe nur zwei Augen.

Danke.

Freitag, 6. November 2009

Herz und Himmel

Heute ging alles auf, ich sah Sonne und mein Herz sah einen Leierkastenspieler. Toll.

Donnerstag, 5. November 2009

Schnatterinchen

In deutschen Universitäten rechnet man mit vielen Dingen. Geschichtsvorlesungen mit 75% Rentern und dem damit verbundenen häufigen Gebrauchs unhygienischer Stofftaschentücher und regelmäßiges Räuspern von rechts und links. Und wenn wir schon bei Links sind, auch die linke Socke, den Pseudolinken und den Kommunisten gibt es überall. Natürlich auch die konservativen, verdammt ekligen BWLer, die übrigens tatsächlich keiner leiden kann. Tut mir nicht mal leid. Ist einfach so. Natürlich gibt es auch Bildungsinländer ausländischer Herkunft. An Sätze ohne Präpositionen ("Ich gehe Kiez.") hat man sich gewöhnt. Etwas überraschend ist dann aber folgender Ausspruch eines südländisch aussehenden Mitstudierenden: "Lass mal nachher schnattern." Da öffnete sich mein Herz ein bisschen. Der Himmel tat es ja nicht.

Mittwoch, 4. November 2009

Wetteränderungsamt

Von den Chinesen können wir noch vieles lernen. Beispielsweise wie man weiße Weihnachten macht. Oder die Regenzeit vorverlegen. Oder halt den Winter verbieten. Ich bin schwer dafür.

Sonntag, 1. November 2009

Meisner mal wieder

Darwin, Dawkins, alles Nazis, diese Briten. Man man man. Die Katholische Sekte ist echt schwer zu verstehen. Aber es geht wohl darum, dass wir Spaß am Leben haben und selbstständig denken. Und das kann es nun wahrlich nicht sein.

Freitag, 23. Oktober 2009

überraschende Wendung

Frau sieht Mann mit Nachbarin. Wird eifersüchtig. Rasend. Nimmt den Erstbesten. Immer noch traurig. Nachbarin und Mann nicht.

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Fortsetzung mit Happy Ending

Mann ist traurig. Will nicht mehr. Hängt sich auf. Wird gerettet. Die Nachbarin. Die er jeden Tag im Treppenhaus trifft. Sie verlieben sich.

Dienstag, 20. Oktober 2009

Geschichte ohne Happy Ending

Mann sieht Frau, sagt "Hallo", bekommt sie nicht.

Dienstag, 13. Oktober 2009

Endlich ist es so weit!

Friedensnobelpreisträger stockt Truppen auf


Meine neue Lieblingsschlagzeile. Hat es das schonmal gegeben? Top.

Montag, 12. Oktober 2009

Immer nur das Eine!

Eine Großsstadtszene:


Frau veranstaltet wildeste Einparkversuche.

Mann steht davor auf dem Bürgersteig.

Er zu ihr: "Soll ich ihn schnell reinsetzen?"

Den Tränen nahe nickt sie.

Freitag, 9. Oktober 2009

Ich sehe grau

Mit Verlaub, Herr Präsident, ich werde nicht auf Englisch antworten oder mich gar ungefragt zu Wort melden, wir sind in Deutschland. Ohja. So, I think it is way too early. Ja, es ist ein wenig sehr zu früh. Was hat der beliebte Yes, we can-Schatz aus den USA denn schon so besonderes geleistet? Außer der erste schwarze Präsident zu sein? Und das kann ja nun wahrlich nicht gelten. Das kann nicht reichen. Das darf nicht reichen. In einer Welt, wo die Hautfarbe doch inzwischen egal sein sollte. Und bitte was hat er so dolles getan, dass er Friedensnobelpreisträger werden kann? Hitler hat für seine Visionen 1933 auch nicht den Preis bekommen. Stalin und Mussolini warten auch immer noch. Und Birne Kohl rollt auch 20 Jahre nach dem Mauerfall wieder ohne Preis nach Hause. Dabei hat er es 16 Jahre mit der FDP ausgehalten, das soll ihm erstmal jemand nachmachen. Bono wird auch weitersingen. In Jordanien gibt es einen Prinzen, der ein direkter Nachkomme des Propheten Mohammeds sei und sich für einen friedlichen Dialog zwischen den Religionen einsetzt. Einfach übergangen. Die kleinen Chinesen, die sich trotz mehrjähriger Haftstrafen und niedergeschossener Aufstände immer noch gegen den Staat auflehnen, gehen auch leer aus. Ebenso Berlusconi, der war für mich einer der aussichtsreichsten Kandidaten war, immerhin verhinderte er im Kaukasus den dritten Weltkrieg, geht leer aus. Da muss doch jetzt wieder eine schlechtbezahlte Nutte herhalten um die Laune des Duce, ach, sagt man ja nicht mehr, des braungebrannten Medienmoguls zu steigern. Ach, pardon, er hat ja nie für sexuelle Dienstleistungen bezahlt, die 17jährigen volljährigen Blondinen schlafen ja freiwillig mit ihm.

Aber mal ehrlich, der Preis für Uns Obama, wie man im Fußballdeutschland sagt, ist doch echt ein Witz. Ein ziemlich großer, sogar. Es scheint, als sei die neue Bombe gar nicht für den Iran bestimmt, sondern für den Führerbunker des Nobelpreiskomitees in Oslo.

Freitag, 2. Oktober 2009

Es drängt!

Der Oktober ist schon seit mehr als 2000 Jahren nicht mehr der achte Monat und heißt trotzdem noch Oktober. Das halte ich für falsch. Eine Umbenennung in Offitober finde ich angebracht.

Mittwoch, 30. September 2009

O.W.

Meine Begegnungen mit kleinen Kindern in Bussen sind ja eher speziell. Obwohl ich nicht besonders monströs bin, hat man offenbar große Angst vor mir. "Da sitzt ein Mann!" Und wieder habe ich ein Aha-Erlebnis erlebt, oder so. Offi sitzt im Bus. Eine Horde Kindergartenkinder, ca 40 Stück, steigt ein. Was ein Spaß. Was eine Lautstärke. Und diesmal hatte ich Angst. Nicht um mein Leben. Eher um mein Hörvermögen. 15 Minuten später war der Spuk wieder vorbei. Kurz vor erreichen der Zielhaltestelle stimmten die kleinen Racker (Juhu, jetzt kann ich wieder ein Wort von der Liste der Wörter, die ich unbedingt mal benutzen willl, streichen!) ein kleines Abschiedslied an. Hach, das war toll.

Dienstag, 29. September 2009

Wurde auch Zeit

Endlich werde in Deutschland wieder Menschen vorläufig festgenommen. Endlich. Endlich. Ich werde morgen übrigens bei Rot über die Straße gehen. Kann man mich bitte auch festnehmen. Das Land muss geschützt werden.

Montag, 28. September 2009

Ein Versuch - Teil 3

Nachdem ich bereits erfolgreich in Bad Kleinen überlebte, ich berichtete, und erfolglos eine Fritz Kola in Berlin bestellte, siehe hier, habe ich mich heute erneut auf ein möglicherweise tödliches Wagnis eingelassen. Es herbstet so schön, auch in Hamburg. Oder vor allem in Hamburg. Aber vermutlich am meisten im Herbst. Bester Zeitpunkt für gefährliche Selbsttests. Man suche sich eine Reihe Eichelbäume. Einen windigen Tag. Und ein bisschen Platz. Für einen normalgewachsenen Menschen ohne übermäßigen Körperbau nach vorne reichen 20 mal 30cm (gerade gemessen!). Nun stellt man sich unter den Baum und wartet. Nach ca 5 Minuten habe ich viele Autos heulen, die Bushaltestelle krachen und mich beten gehört. Aber mein Kopf ist heil. Überlebt. Keine Eichel hat mich auf dem Gewissen. Sind wir einfach mal 5 Minuten dankbar. Ich bin es.

Sonntag, 27. September 2009

Chance verpasst

Wer dachte, es könnte nicht schlimmer werden, wird morgen ein böses Erwachen erleben. Schade.

Kafkas - Klatscht in die Hände

Montag, 21. September 2009

bunte Farben

Kiel ist verrückt. Wenn man abends aus dem Zug steigt, trifft man Menschen von früher, die nicht wissen, dass man schon länger als ein Jahr in Hamburg wohnt. Auf dem Weg zum Auto sitzen zahnlose Menschen, die einen ununterbrochen angrinsen. Abgefahren. Und wer glaubt, am nächsten Tag wird es besser, der irrt. Gewaltig. Grelle Farben, bunte Welt, überall in Kiel. Männliche Bänker am Schalter, hab ich auch noch nicht gesehen. Schiffe. Aus Marzipan. Riesengroß. Wie im Paradies, ein bisschen. Aber tatsächlich nur ein bisschen. Sie waren versteckt hinter Glas. Schade eigentlich. Man kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Man denkt, langsam reichts. Aber nein, Kiel, du bist in der Tat sehr verrückt. Nichtsahnend wartet man auf den Bus. Der Bus, der mich in die Wirklichkeit zurück bringen soll, nach Meimersdorf, zum Döneressen. Mmm, Döner. Lecker. Ich schweife ab. Man steht da also nichtsahnend. Sieht völlig bekloppte Menschen vorbeirennen, -schlendern, hüpfen, watscheln und -wackeln, da kommt von rechts ein Fahrrad. In Kiel nichts Ungewöhnliches. Man schaut kurz hin. Und dann wieder weg. Und dann wieder hin. Wieder weg. Wieder hin und fängt an zu grinsen. Mehr noch, man beginnt ein wenig zu lächeln, und plötzlich lacht man. Und man fragt sich, ob Kiel wirklich gut für einen ist. Ob es nicht schon genug Verrücktes gab an diesem lauten Tag. Ob die komplizierte Prozedur der Briefwahl von zwei Wahlen den letzten Rest Verstand aus einem rausgesaugtt hat. Da saß ein Rabe. Auf der Lenkerstange. Der gehört da nicht hin. Es sei denn, er heißt Rudi. Und kann sprechen. Aber das habe ich nicht gehört. Dann kam der Bus. In die Wirklichkeit. Schade, ein bisschen.

Montag, 14. September 2009

Essen wie Gott in Italien

Ich bin ein großer Fan von Sahne. Ich bin ein großer Fan von Mozzarella. Noch geiler sind sie kombiniert. Burrata nennt sich das Stück göttlichen Genusses dann. Das heißt auf deutsch so viel wie "gebuttert". Burrata ist mozzarelleähnlicher Käse aus Kuhmilch, gefüllt mit unbehandelten Mozzarellasträngen, die in Sahne eingelegt werden. Man bekommt quasi eine Mozzarelle-Sahne-Bombe. Das wird mein neuer Lieblingskäse. Jetzt muss ich nur noch einen italienischen Laden finden, der mir soetwas köstliches verkaufen kann.

Dienstag, 8. September 2009

Damals

Ich bin ein liebenswert altmodischer Außenseiter.

Montag, 7. September 2009

Freitag, 21. August 2009

Hätten sie's gewusst?

Thaibasilikum ist aus der thailändischen Küche nicht wegzudenken. So ist das nämlich.

Montag, 17. August 2009

Meine derzeitige Lieblingswerbungen. Ein rammelnder Rammler, voll vernarrt in sein Telefon. Man kann Freiminuten vermehren, subtil angedeutet.

Interessant ist auch, dass man jetzt Clearasil Talent werden kann, es gibt drei Kategorien:

1. Hübsch aussehen trotz fieser Gesichtsakne (Preis: eine Tüte)
2. Clearasil besonders sexy und erotisch ins Gesicht schmieren (Preis: ein Abend Soloshow aufm Kiez)
3. beste Hexe (Preis: ein besonders hoher Scheiterhaufen)

Nachtrag:


Dieses Spiel bringt mich auch immer wieder zur Verzweiflung, das ist mir zu kompliziert, den dazugehörigen IQ-Test würde ich wohl nicht bestehen.

Samstag, 15. August 2009

Ausgehtipp


In Hamburg geben sich die Stars die Klinke in die Hand. Am 27. August kommt der nächste Weltstar, der Held vieler Küchen und Köche, in den schönen Norden. Alfons Schuhbeck besucht seinen Gewürzeladen. Ich war vorhin da, ein teuerer Spaß, aber es roch sehr lecker. Und ich habe nicht einen Zusatzstoff in den Gewürzmischungen gefunden. Toll. Alle hin da. Gibt was geschriebenes. Zum Lesen und an die Wand hängen. Davon träumt doch jeder. Hauptsache, er bemüht sich nicht bayrisch zu sprechen, das versteht hier ja keiner.

Sonntag, 9. August 2009

Wo bin ich

Willkommen im Iran in Deutschland, liebe Wahlbeobachter der OSZE. Es war bitter nötig, unsere Pseudodemokratie braucht euch. In Wahrheit werden wir doch von Bayern aus ferngesteuert. Das kann keiner wollen. Au dass wir faire Wahlen feiern werden. Danke. Danke. Danke.

Mittwoch, 5. August 2009

News Flash

Die Schweinegrippe als Schweinegrippe bekannte H1N1 greift weiter um sich. Ab morgen müssen sich die niedersächsischen Kinder der direkten Gefahr einer Ansteckung aussetzen. Der Papst hat sich auch schon eingemischt und behauptet, an Kondomem stürben jährlich mehr Menschen.

Skandal bei der Abwrackprämie! Anstatt die Autos zu verschrotten um auf den Straßen Platz für den Q7, den X5 oder einen niedlichen Hummer zu machen, wurden einige Autos nach Afrika und Osteuropa verkauft. Vor allem die Gewerkschaft der Autodiebe rief nun zum Boykott der Abwrackprämie auf, da man um viele Arbeitsplätze fürchte.

Familienzusammenführung in Amerika. Weil Bill Clinton mit der hässlichen Schwester von Staatschef Kim schlief, die Vorsitzende der Vereinigung Hungernder Sekretärinnen ist, dürfen zwei als Journalisten getarnte Atomsprengköpfe Nordkorea verlassen

Im Iran ist Ahmadinedschad vereidigt worden. Viele Besucher zeigten sich überrascht, dass die Opposition der Zeremonie fernblieb.

Im Sport gibt es wenig Interessantes. Nur der italienische Ministerpräsident meldete sich zu Wort. Berlusconi, Boss des AC Mailand, bezeichnete die Transferausgaben von Madrid als "verrückt" und "ein Sakrileg". Verständlich, in der Wirtschaftskrise sollte das Geld halt lieber für Nutten ausgegeben werden, die brauchen das Geld für Abtreibungen. Im katholischen Italien brennen die Kondomberge.

Freitag, 31. Juli 2009

Zeig doch mal die Möpse

Jubel, Trubel, Heiterkeit, so kennt man die Baleareninsel. Doch seite heute Nacht ist sie offiziell 17. Bundesland und damit ein Gebiet des Meckerns:

Mallorca, das deutsche Ferienparadies. (RTL Aktuell)

Ja, so kann's gehen, Bombenstimmung, jetzt.

Donnerstag, 30. Juli 2009

Dieses Land ist nicht gebaut für eine grundehrliche Haut

Dadadida, dubdidub, dabdidadida, ich gebe zu, ich bin leicht zu kriegen. Ein Song muss nicht besonders ausgefeilt sein, manchmal genügen einfachste Dinge. Ein eingestreutes lalala oder ein herzzerreißendes Summen. Ich bin da nicht so. Use Your Fucking Headphones überzeugen somit nicht nur mit dem schönen Namen sonder halt auch mit einem wunderbaren dadadadadadabam. Und schwupps, Grinsen, bei mir, im Gesicht. Das Xylophon tat sein übriges. I Heart Sharks waren dann aber doch musikalisch um einiges besser, ich dafür um jede Menge Schweiß ärmer. Igittigitt. Toll!

Getreu dem Motto "Alles will ich, Hauptsache billig" bin ich schon wieder den lustigen Volksmusikanten, den Königen des Indieschlagers verfallen. Aber Virginia Jetzt!s "Dieses Ende wird ein Anfang sein" hat wieder alles, was ich mag. Billige Synthietrompeten, unglaublich einfache Texte, die ein drittklässler nicht schlechter hinbekommt, aber diese Melodie, diese unglaublich hübsche Harmonie. Hach. Hach. Hach. Und ein Klatschintro, was gibt es geileres!?

Ich habe gerade erst begonnen auf die Beine zu kommen.

Ich war meistens viel zu ehrlich, aber ehrlich ist gefährlich

Die da oben, ich hier unten, wie haben die mich bloß gefunden.

Holprige Textzeilen für die Ewigkeit. Und sie sind wieder nicht von mir. Verdammt.

Montag, 27. Juli 2009

Dumm di dumm dumm dumm

Ich hatte gestern was mit einer, die ihre Brüste explodieren lässt. Ihre Kleidung besteht aus Alufolie und ihre Songs sind so episch, dass sie für 6 Lieder mehr als eine Stunde benötigt. Ich bin immer noch fasziniert, auch von dem Pöbel, den meine Trash-Königin so im Gepäck hat. Mickey Mouse-Ohren, kunstvoll geflochtenes Haar, dicke Menschen(?) in engen Outfits, Tutus in rosa, darunter hübsche, schwarze Ganzkörperkondome. So soll das sein, da fängt man gerne an zu sabbern.

In Wahrheit hatte ich gar nichts mit ihr, denn Lady Gaga ist nicht mein Typ. Das Essen auf dem Grill lenkte mich zu sehr ab. und es war lecker.Außerdem hat sie sich ca 1000km entfernt hinter Bäumen nackig, naja, fast, gemacht hat. Immerhin ging ihr Rock nach oben. Und im Gegensatz zu Lady Monroe hat sie den Rock nicht festgehalten. Ob der Anblick schön war, kann ich nicht beurteilen, ich hab nur ein schlechtes Foto gesehen. Aber verpasst hab ich wohl nicht so viel. Das steht fest. Am schönsten sind eh Fallstudien über den gemeinen Lady Gaga-Fan. Das steht fest. An die kommt so schnell nichts heran. Außer vielleicht dumme Indiekids, aber die sind eh ein ganz besonderer Fall. Die Bahn nach dem Konzert war jedenfalls voll. Und es waren gar nicht so viele Menschen drin. Igitt, wie oberflächlich. Aber leider verdammt wahr.

Bis zum nächsten Mal, da komme ich dann von Katy Perry. Oder Madonna. Die Erlebnisse werden sich wohl nicht sonderlich unterscheiden. Macht nichts. Hauptsache, es schmeckt.

Mittwoch, 15. Juli 2009

Stehaufkind

Ich habe mir vorhin eine Karte für The Get Up Kids gekauft. Zuvor hörte ich heute morgen schon Dashboard Confessional. Ich muss mir ja irgendwie meine Jugend bewahren, man wird schließlich nicht jünger. Wie toll waren eigentlich Jimmy Eat World mal? Und wie großartig ist die 2007er Version von "Your House". Das sind Meilensteine der Musikgeschichte. Das Konzert der Helden meiner Jugend war zwar eine Enttäuschung, aber auch nur, weil man sich zu viel versprach. Im Vergleich zu vielen heutigen Bands war das einsame Spitze. Und wenn The Get Up Kids da nur annähernd rankommen, ja dann werde ich mich wieder halbwegs jung fühlen. Ohja. Davon ist auszugehen. Zumal ich wahrscheinlich endlich mal wieder einer der jüngsten auf einem Konzert sein werde. Das passiert mir in letzter Zeit ja eher selten. Toll. Toll.

Ein Hoch auf die Melancholie. Ein Hoch auf Jimmy Eat World, Dashboard Confessional und die anderen Helden von früher.

Sonntag, 12. Juli 2009

Du bist ein Wunder. So wie ein Wunder.

Bestellen sie jetzt! Die 80 größten Hits! Von Wolfgnag Petry! Inklusive Fanarmband! 50€ für vier CDs! 80 Hits! "Bronze, Silber und Gold", "Hölle! Hölle! Hölle!" und so weiter und so fort! Doch da kommt noch mehr! Das war noch nicht alles! Ein richtiger Leckerbissen ist noch dabei! Darauf hat die Welt gewartet! Wie auf Jesus damals! Und den Tod Michael Jacksons! Oder wie viele Teenies auf ihr erstes Mal! Oh, ich verhaspel mich! Es gibt doch tatsächlich noch etwas dazu! Eine weitere CD! Aber nicht irgendeine CD! Eine ganz besondere CD! Die CD von Achim Petry! Wer auch immer das ist.

Ozean from Tonbandgerät Video on Vimeo.

Freitag, 10. Juli 2009

Freude

Perfektes Dinner, mal wieder. Die Gastgeber sagen doch tatsächlich, immer und immer wieder, "ich freue mich, dass alle gekommen sind". Was muss passieren, dass in dieser Sendung nicht alle kommen? Ich bin verwirrt.

Donnerstag, 9. Juli 2009

Tipps

Sollte deine Freundin sich mal beschweren, kein Problem. Im Jamba-Mobile King-etc-Abo gibt es jetzt Abhilfe. Deinen und den Namen "deines Schatzes" an die 123456789 senden und schwudiwupp bekommst du Hilfe. Sextipps per SMS. Im Abo. Weil mit einem Tipp wird deine Freundin nicht zufrieden sein!

Samstag, 4. Juli 2009

Durch die Nacht mit...

Herbstrock - die neuen Christina Stürmer. Oder Mia in noch schlechter. Egal, anhören!



Ernst gemeint ist dagegen "Love Is The Path To Self Destruction" der Band Brontosaurus Chorus, guter Bandname, tolle Band, grandioses Lied. Kann man sich auch hier für umsonst und legal runterladen. Machen!



Auch ganz witzig sind Sugar Crisis, Bubble Gum Electro Pop für Leute mit grenzwertigem Geschmack. Also für mich. Und niedliches Video. Angucken!

Deal?

Derzeit bin ich jeden Tag auch hier zu bewundern. Falls man tagsüber eine gewisse Langeweile empfindet. Oder einfach nur so. Ernstgemeinte Heiratswünsche nehme ich gerne entgegen.

Mittwoch, 1. Juli 2009

alter Schwede

Gerade mal 10 Tage am Leben und schon zwei mal fast gestorben. Nicht nur er, wir alle. Wird Zeit, dass er die letzte Ölung erhält. Und dann für immer aufs Abstellgleis. Altenheim wäre noch zu gut. Hospiz, das wäre das richtige. Das wäre vernünftig. Das wäre konsequent. Immerhin hat er uns auf dem Gewissen. Naja, fast. Und das mehr als einmal. Und nicht nur er. Seine Geschwister sind nicht besser. Einer seiner Brüder hat viele Menschen auf dem Gewissen. Greise. Kleine Kinder. Teilweise mit fiesen Krebserkrankungen. Das muss nicht sein. Das darf nichtmal sein.

Gemeint ist natürlich nicht der Typ in Dresden. Auch nicht die Birne. Der hat nur meine Rente auf dem Gewissen. Ich meine natürlich ihn hier. Böser Bub!

Deine Mutter zieht nachts LKW auf DSF

"Billard ist ein sehr erotischer Sport. Wenn die Frauen runter gehen zum Stoß, kann man in den Ausschnitt gucken."

Da soll nochmal jemand sagen Kochsendungen bilden nicht auch soziologisch weiter. Und bevor die Hobbyfeministen sich melden, der Spruch kam von einer Kandidatin. Die danach sagte, dass Männer eher darauf gucken, wie die Frauen sich anstellen. Aha. Die kennt sich aus. Spannerin.

Samstag, 27. Juni 2009

Bevor es zu spät ist

Ich möchte noch etwas mitteilen, bevor ich ausgeschlafen bin:

Zu viel Chili regt die Verdauung und vor allem die Gasproduktion an. Das ist vielleicht gesund. Aber es ist nicht unbedingt schön.

So, gute Nacht.

Freitag, 26. Juni 2009

Ich werde...

Wenn ich groß bin, dann werde ich Bildredakteur. Dann darf ich nicht nur Schlagzeilen wie "Dieser Türke ermoderdete seine Tochter" drucken, dann kann ich auch gegen österreichische Kellerbauer schimpfen. Und ich darf jede Menge Fotos toter Menschen und Opfer von Verbrechen auf der ersten Seite abbilden. Das wäre toll.

Ich hätte auch schon eine Idee, quasi als Bewerbung: "Diese Deutsche hat das Dresdener Elbtal entmannt."

Mittwoch, 24. Juni 2009

fette Sau

Ich bin ein großer Fan von Flaschensammlern. Mir sind 8 Cent egal. Warum, möchte ich nicht erklären, es geht um Bequemlichkeit und anderen Mist, Logik spielt dabei keine Rolle. Aber sie sorgen für saubere Städte. Ich bin ihnen dankbar.

Kürzlich, es war Montag, vorgestern, ein schöner Tag, Sonne, warm, gute Musik, ereignete sich ei nSchauspiel der besonderen Art. Es herrschte Krieg. Krieg der Flaschensammler. Oder jedenfalls zwischen zweien von ihnen. Normalerweise gehen die sehr kollegial miteinander um. Während der Kieler Woche its ja auch genug für alle da.

Das sahen diese beiden scheinbar anders. Plötzlich hallte es "Arschloch! Oberarschloch! Überoberarschloch!", dann eine kleine Pause, der kleine Mann mit den durchnässten Jutebeuteln schnappte kurz nach Luft, für das furiose Finale: "Fette Sau!". Dann lief er weg. Vom anderen hörte man übrigens nichts. Sachen gibt's.

Stumpfsinn ist Stärke

Unwirkliche Situation: Remix vom Titeltrack eines sehr bekannten Piratenfilm von Disney, die Frauen fangen an zu Schmachten, die Männern gucken verwirrt. Dann wird der Ton runtergefahren, eine Stimme ertönt: "Herzlichen Willkommen auf der Kieler Woche 2009!" Musik rauf. Musik runter. "Heute, an diesem Dienstag, bei strahlendem Sonnenschein" Musik raur. Musik runter. Und so weiter und so fort. Die Band, die hier gleich spielen soll, kringelt sich auf dem Boden. Das hat die Welt noch nie gesehen. Irgendwann war der Alleinunterhalter genug im Rampenlicht, die Band durfte. Erstes Statement: "Wie geil war das denn bitte!?"

Und dann ging es los. 80 Minuten feinste Unterhaltung. Eine Band, die Spielwitz hat. Eine Band, die sich scheinbar Blind versteht. Und ein Sänger, der für die Bühne geboren wurde. Dafür hat er aber eben auch kein Geld. Hit an Hit. Frendliches Begrüßen ehemaliger Schulfreunde, die dann, nachdem diese das Schlachtfeld verlassen haben, als dankbare Opfer herhalten müssen. Geschichten über Sex in Hotels am Abend vor der Abreise der Freundin zur Klassenfahrt. Hinterher war sie keine mehr. Dafür handelte dann "LNBRG" auch irgendwie von Sex.

Zwischendurch hatte man dann de nEindruck im Proberaum zu sein. Ein neuer Song nach dem anderen wurde in den kieler Abendhimmel geschickt. Allerdings schienen die Proben schon weit vorangeschritten. Nächstes Jahr erscheint das neue Album. Und es kommt großes auf uns zu. Das lässt sich jetzt schon sagen.

Ein niveauvolles (jaja, Kieler Woche geht auch mit Niveau!) Konzert, das allen beteiligten offenbar sehr viel Spaß bereitete.

Montag, 22. Juni 2009

Komm, wir schützen mal das Klima.

Vattenfall-Chef Lars Josefsson ist ja schon seit längerem Klimaschützer für die Bundesregierung. Weil, wir müssen die Industrie ja mit ins Boot holen. Außerdem sind Kohlekraftwerke äußerst sexy. Schließlich sind wir ein Kohleland. Und Atomstrom ist eh die umweltfreundlichste Möglichkeit Geld zu machen Strom zu produzieren. Und den Müll lagern wir dezentral, im Kinderwagen, im Keller oder in einsturzgefährdeten Salzlagern.

Von seiner eigenen Regierung bekam der Staatskonzern Vattenfall nun einen auf den Deckel. Diese Schweden, die wissen einfach nicht wie man richtig mit Wirtschaftsbossen umgeht. Hofieren, in den Arsch kriechen, Steuerentlastungen für Spitzenverdiener, sie geht das. So kann das mit Schweden ja nichts werden. Ach, moment, Schweden soll ja relativ lebenswert sein. Haben die dann vielleicht doch recht?

Ungeachtet aller Kritik darf Josefsson jetzt auch Klimeschutzberater für die UN spielen. Das kann er ja so gut, da ist Vattenfall ja Vorreiter. Ich freue mich.

Freitag, 19. Juni 2009

Gestern auch morgen

Der Bundestag hat entschieden. Und ich darf übermorgen dann heute ausbaden. Weil Politik und gemeines Volk ewig gestrig sind. Schade. Chance verpasst.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Viele

Als ich nach Hamburg einfuhr, sah ich jede Menge Schüler und Studenten. Demonstrieren. Gegen die aktuelle Bildungspolitik. Mir ging das Herz auf. Ich freute mich. Und da soll noch einmal jemand sagen, die Jugend interessiere sich nur für Komasaufen und Ballerspiele. Die Zukunft scheint ihr mindestens genau so wichtig. Im Gegensatz zu Politikern und Managern, die nur für heute, bestenfalls noch für morgen Leben.

Donnerstag, 11. Juni 2009

Wo wir schonmal beim Thema sind

Der alljährliche Kieler Woche-Wahnsinn. Da versuche ich doch dann glatt auch mal ein zweites Bier.

BZgA

Das ist nicht schön. Die beiden haben sich etwas übernommen Ich kenne meine Grenze, die liegt bei einem Bier. Und deine?

Mittwoch, 10. Juni 2009

Trennung richtig gemacht

"Tränen sind Worte, die das Herz nicht auszudrücken vermag", zwitscherte Miley Cyrus, meine derzeitige Lieblingsdarstellerin auf Super RTL.

Doch was war passiert, dass die 16-jährige derart Schwülstiges erbrach? Ihr Freund (Model, 20 Jahre alt) ist jetzt ihr Ex-Freund, er verabschiedete sich. Für immer. Was unter 16-jährigen nichts besonderes ist. Immerhin titelte die Bild gestern auch auf Seite 1: "Hambüchen: Liebesaus". Der arme Turnfloh. Furchtbare Welt. Immerhin war Model Justin Gaston perfekt für das Aushängeschild Disney's. Er ist Süß. Und vor allem Christ.

Aber was antworte Hannah Montanas Ex denn auf Twitter? Man wird es nicht glauben, aber der Typ ist arschcool. "Wie viele Tränen hast du denn überhaupt noch? Bald müssen die doch mal versiegen, oder?" Die Welt kann so schön sein.

Freitag, 5. Juni 2009

PARTY!

Italienischer Regierungschef müsste man sein...

Mittwoch, 20. Mai 2009

katholische Nächstenliebe

Das sagt vieles über die allseits beliebte katholische Sekte. Ich bin ein großer Fan. Auch von diesem hier.

Mittwoch, 13. Mai 2009

"Spiele, bei denen die Tötung des Gegners simuliert wird, sollen künftig als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld geahndet werden können." (tagesschau.de am 13.05.2009)

Damit begehen kleine Kinder, die Räuber und Gendarm oder Cowboy und Indianer oder vergleichbare Spiele spielen, haufenweise Ordnungswidrigkeiten. Eine gute Idee, wie ich finde.

Dienstag, 12. Mai 2009

Ekel

Ich finde es ekelerregend, dass Vox, also vermutlich auch RTL und RTL2, das Bild einer 16-jährigen, mutmaßlichen Verbrecherin unzensiert und unverfremdet minutenlang zeigt.

Freitag, 8. Mai 2009

Abschaffen!

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebes Wahlvolk.

Wir müssen schleunigst Fahrschulen abschaffen. Dies ist der nächste logische Schritt. Wir blicken zurück auf erfolgreiche Tage, wir haben so genannte Ego-Shooter verboten, keiner spielt mehr Krieg mit den verabscheungswürdigen Paintball-Waffen und Schützenvereine gibt es nur noch in Österreich, der Schweiz, Luxemburg und Ouagadougou. Wir haben alles getan um unsere Jugend zu kriminalisieren und dummen, ignoranten Rentnern und Bildzeitungslesern nach dem Mund zu reden. Wir haben alles getan um unsere Jugend zu schützen, um sie vor Mordlust zu bewahren und schreckliche Bluttaten wie in Winnenden zu verhindern. Schließlich steckt in jedem Heranwachsenden ein potentieller Amokläufer. Nun müssen wir auch noch den letzten Strohhalm, an den sich unsere agressive, blutrünstige Jugend festhält, aus dem gesunden Kaltgetränk ohne Zucker herausziehen. Jedes Jahr sterben tausende Menschen auf Deutschlands Straßen. Dieser Massenmord muss aufhören! Sofort! Deshalb werden wir sämtliche Fahrschulen schließen und Autos ihrer eigentlichen Bestimmung, der Penisverlängerung, zuführen. Damit auch sie morgen noch sicher auf der Straße unreflektierte Meinungen lesen können.

Ihre Bundesregierung

Donnerstag, 7. Mai 2009

der Fisch ist à point

Der tägliche Kochwahnsinn, und Offi mittendrin. Die Woche des "Perfekten Dinner" ist bisher ein Genuss, verrückte Piratenbräute und mit Räucherstäbchen zugedröhnte Bildungshelfer, fünfachmütterliche Rechtsanwältinnen, 18 jährige Hobbyartistinnen und einen radelnder Wahlberliner, der Geschichten erfindet. Ach ja, gegessen und getrunken, vor allem getrunken, wurde auch. Gute Unterhaltung.

Gute Unterhaltung gab es bisher auch bei Unter Volldampf, heute sogar mit rumgeheule. Darauf freut man sich doch immer am meisten. Und wenn dann der, die, das verheulte auch noch gewinnt, dann kriegt man auch zu Hause an den Bildschirmen Pipi in die Augen. Na holla.

Sind bei Waldfeen, wo wir gerade bei holla sind, eigentlich die Füße schneller als der Körper, dann hab ich eine in Neumünster auf dem Bahnhof gesehen. Putzig.

In der SpiegelSternwerbung gerade: "Die Abwrackprämie - Wie eine ganze Nation den Verstand verlor" Hab ich's nicht immer gesagt?

Und zum Schluss noch ein Tipp für meinen Geburtstag:

Donnerstag, 30. April 2009

Montags, Mittwochs, immer.

Der Vorhang fällt und wieder mal kein Applaus. Diese Sorge der hamburger Band Montag um die Köpfe Dominik Pobot und Julian Friedrich löst sich schnell in Luft auf. "Part 1" eröffnet das Konzert im gut gefüllten Haus III&70 im Schanzenviertel. Aber auch die Herzen der allermeisten Zuschauer öffnen sich, ein guter Start in einen großartigen Abend.

Erwachsen unerwachsen klingen die Lieder. Zappelphilipp Friedrich hüpft und sprint und wippt und macht und tut, so gut es eben geht an den Tasten. Als zweiter Song stürzt "Großstadt" auf die Köpfe des Auditoriums ein. Für mich der beste Song des Albums. Aber keinesfalls zu früh, das Niveau nimmt die ganzen 75 Minuten nicht ab. Das Zusammenspiel zwischen Sänger und Band klappen, aber auch die Zwischenspiele mit den Internetnutzern und der Tresencrew gehen auf. Wir sehen eine gut aufgelegte, muntere und sympathische Band, die sich freut, die Songs von der Bühne in die Welt ziehen zu lassen. Sehr passend auch das Minenspiel des Gitaristen Pobot, der auch in anderen Bands die Saiten bedient und dem man die Routine ansieht. Er geht mit, leidet mit jedem Lied, von vorne bis hinten, ein Augenschmaus. Das kann man nicht vorm Spiegel einstudieren, das muss man können.

Zwei Songs vom Debut, einer vom Zweitwerk und zwei mir unbekannte englischsprache runden das Set ab, das sehr stimmig war, Lust auf sehr viel mehr machte. Das merkte man dem Publikum an, das sich aus den unterschiedlichsten Menschen und Altersgruppen zusammensetzte und positiv überraschte. Ein gelungener Abend, der scheinbar nicht zu ende gehen wollte, es dann aber doch irgendwann mit "Part 3" tat und glückliche Gesichter zurückließ.

Mittwoch, 29. April 2009

Schweinkram

Verdammte Schweinegrippe, verdammte, schon drei Infizierte in Deutschland. Doof für die Medien, dass noch keiner starb, nur über Erkrankungen zu sprechen, wird auch irgendwann langweilig. Und wie viele HIV-Positive gibt es eigentlich? Und ist daran, beziehungsweise den Folgeerkrankungen, schon jemand gestorben? Und wieviele Menschen sterben in Deutschland eigentlich an ganz normaler Grippe und an langweiligen Lungenentzündungen? Scheiß alltägliche Krankheiten, die sind doch öde, keine Schlagzeile wert. Wer will denn lesen "20 000 Grippetote 2008"? Niemand. Eben. Schweinegrippe klingt auch viel cooler. Ist nicht richtig, weil die Krankheit inzwischen eine menschliche ist, aber Schweinegrippe, das hat was, das klingt nach Horror, nach vielen Toten, sozialen Unruhen. Abwrackprämie auf Grippe. Irgendwie.

Dienstag, 28. April 2009

Schlüsselerlebnisse

Gestern stand ich in Kiel am Bahnhof und wartete auf den Bus zum Haus meiner Eltern, der Hund wartete sehnsüchtig auf mich. Da kam eine nette junge Frau auf mich zu und fragte mch, ob sie mir ein paar Fragen stellen dürfe. Ich willigte ein, ich bin ja meist sehr nett. Diese junge Frau hatte ein massives Stotterproblem und diese Fragen waren Teil ihrer Therapie. Ihre erste Frage war, ob ich wüsste, woher Stottern kommt, warum jemand stottert. Sie fragte weiterhin, was man dagegen machen könne und ob ich Menschen kenne, die stottern. Mir fiel auf, dass ich erschreckend wenig weiß. Erschreckend wenig deswegen, weil man häufig, eigentlich täglich mehrmals, teilweise unbemerkt, mit Menschen zu tun hat, die ein ähnliches Problem, eine Behinderung oder eine Krankheit haben. Über Morbus Crohn weiß ich aus naheliegenden Gründen einiges, aber ansonsten: nada. Man tut immer so als würde man sich für Mitmenschen interessieren, aber eigentlich weiß man gar nichts über das Leben der Menschen, die mit solchen Dingen täglich umgehen müssen. Das ist schade, ich hab zu Hause erstmal nachgeforscht, woher Stottern kommt, wirklich schlauer bin ich nicht geworden. Und noch weniger weiß ich wie ich mich diesen Menschen gegenüber verhalten soll. Schade eigentlich.

Eben lief The Dø auf Go TV. Und wieder mal fragte ich mich, warum Frauengesag immer so fies gequält und gestellt klingt. Das ist ja kein Phänomen einzelner Künstler, das ist doch relativ häufig anzutreffen, Fever Ray und Soap&Skin als weitere aktuelle Beispiele. Noch schlimmer ist nur Sirenengesang wie er von Björk zur Perfektion entwickelt wurde. Normal singen ist für Frauen jedenfalls scheinbar ein Ding der Unmöglichkeit.

Freitag, 24. April 2009

Scheine für mich

Aus der Reihe "Songs, die ich gerne geschrieben, aber niemals gesungen hätte":

Wolke - Kleine Lichter

Physik


Ein Tag Regen und schon vermisst man die Sonne. Naja, nicht wirklich, der Hagel war eine willkommene Abwechslung zum tristen Sonnenalltag. Zu oft ist ja auch nicht gut, dann vergisst man, dass sie eigentlich etwas besonderes ist. Schwachsinn, die Sonne ist Physik. Und Physik ist nun wahrlich nichts besonderes, höchstens was besonders anstrengendes.

Ich lief gestern die Elbe entlang, Elbabwärts, vom Fischmarkt bis Teufelsbrück, dann hoch nach Klein Flottbek. Als ich dann nach ca 3 Stunden in der S-Bahn saß, bedankten sich meine Füße artig bei mir. Falsch. Sie fügten mir schmerzen hinzu. Ich habe ja die Substanz P. Pah.

So ab Neumühlen, wenn man schon fast in Teufelsbrück ist, wird es auch schön, da an der Elbe, vorher sieht man aber durchaus viel interessantes. Das Restaurant vom Voxkoch Henssler, norwegische Fischhändler mit tollem Werbeslogan ("You can't beat our salmon!") und ein Haus im Schiffstil mit öffentlich zugänglichem Dach. Wenn man keine Angst vor ca 160 Stufen hat und es einem nicht Peinlich ist, dass man oben angekommen ganz schön pumpen muss, kann man da ruhig mal hoch. Schöner Blick in alle Elbrichtungen. In Övelgönne saß ich dann auch noch auf dem Elbtunnel. Ich hab davon aber nichts gemerkt. War bestimmt nicht viel los.

Das schönste Fundstück gab es dann irgendwo zwischen Övelgönne und Teufelsbrück, nämlich die Fenster, die man oben auf dem Bild sieht. Jaja, in der heutigen Zeit wird man immer beobachtet.

Dienstag, 21. April 2009

autsch

Nacktmullen fehlt die Substanz P. Und da denkt mal drüber nach. Oder lest weiter. Erschreckendes passiert in unserer Welt. Die armen Tierchen spüren keine Schmerzen. Denn die Substanz P in der Haut sorgt dafür, dass wir Stöße, Tritte, Schläge von Polizisten, Säureattentate von politischen Gegnern und heftige Rammelvergehen katholischer Geistlicher spüren. Huch, böse, ahh, ich muss in die Hölle. Verdammt. Priester, die sich zu einer Frau bekennen fliegen ohne große Umwege aus der Kirche raus, andere bekennen sich nur zu 10-jährigen Hintern, was ja nicht weiter schlimm ist. Gefährliche Sekte.
Naja, ich bin dann aber doch ganz froh, schmerzen zu spüren, da weiß ich wenigstens morgen noch, an welchem Türrahmen ich mir gestern den blauen Fleck an der Schulter geholt habe. Danke.

Und was macht eigentlich Pacman heute?

Sonntag, 19. April 2009

If you feel like dancing

Drei Alben, 12 EPs, das ist die handfeste Bilanz Bishop Allens, eine 5-köpfige Spaßtruppe aus Brooklyn, NY. Eine Bilanz, die die Erwartungen vor einem Konzert dieser Band in ungeahnte Höhen schießen lässt. Alle drei Alben haben für sich eine Hitdichte, an die Bands in ihrem ganzen kreativen Dasein nicht herankommen.
Zu Beginn wärmte pünktlich mit 20 Minuten Verspätung Electric Owls die Herzen der Zuschauer. Ein Mann mit Akustikgitarre und einer Band, die ca 2000$ kostete und in eine Notebooktasche passt. Folkige, leicht countryesque Kleinode am Rande der Gesellschaft. Oder so. Die perfekte Eröffnung für eine heiße Party. 5 Songs später war der Auftritt schon wieder geschichte, zwei, drei Songs hätten es gerne noch sein können, es war ja nicht schlecht.
Danach justierten Bishop Allen ihr Deutsch und ihre Instrumente, inlusive Glockenspiel, ein Instrument, dass bei mir immer wieder für Ohrgasmen (Haha! Das wollte ich schon immer mal schreiben.) sorgt.
Und es ging los, immer gerade aus: Gerade das lassen die zerbrechlichen Songs der Alben nicht erwarten, um so schöner, dass auf der Bühne so viel Energie freigesetzt wird.
Von Lied 1 an wird vor der Bühne ausgelassen getanzt, da fliegen die Arme in die Höhe, da wird gegrinst und gelacht. Die Energie, die auf der Bühne freigesetzt wird, geht also sofort auf das Auditorium über. Frenetischer Jubel in den Übergängen, ausführliche Kommunikation zwischen den Songs sucht man vergeblich. Das macht den Charme aus, man lässt die Songs sprechen. Und die haben viel zu erzählen. Zuviel für einen Abend, so ist das Schauspiel schon nach knapp einer Stunde vorbei, das Licht geht an, Musik aus der Konserve ertönt, das Publikum feiert aber noch 10 Minuten nach Ende des Konzerts die Band und sich und diesen wundervollen Abend. Das schaffen nicht viele Bands, aber gestern eroberte Bishop Allen wohl auch den letzten Platz in den Herzen der Musikliebhaber. If you feel like dancing, dance with me!

Donnerstag, 16. April 2009

Erfahrung

Ich bin ja meistens ziemlich fest in meiner eigenen kleinen Welt eingemauert. Frauengesang? Nein, danke. Elektro? Nein, auch Techno mag ich nicht. Ich bringe damit regelmäßig Menschen zur Verzweiflung. Das ist nicht mein Anliegen. Aber manchmal finde ich das trotzdem ganz witzig. Nun kam es aber so, dass ich Dienstag einen auf open-minded machte und so. Ich hab mich dem Rausch des Unbekannten, des vermutlich nicht gemochten hingegeben. Und, was soll ich sagen? Anna Ternheim hat eine tolle Stimme, sieht ziemlich gut aus und kommt auf einer Bühne schon äußerst sympathisch rüber. Die Musik find ich allerdings immer noch nicht gut, ich muss tot sein, wenn mich diese Musik nicht berührt. Oder ich verbinde damit einfach mal rein gar nichts. Wobei ich mich dann frage, was ich mit Bishop Allen verbinde. Oder Jimmy Eat World. Oder oder oder. Ist ja auch egal. Viel interessanter fand ich, wie harmonisch ein Publikum sein kann, das aus hypegeilen Teenies und alternden Feuilletonlesern besteht. Das war toll. Das war schön anzusehen, wie sie gemeinsam, trotz der 87634 Jahre Altersunterschied plötzlich die gleiche Musik toll fanden. Aber wer mag denn die Musik seiner Eltern? Oder seiner Kinder? Krass. Und wie so häufig mache ich wieder den Fehler und kategorisiere, da hilft es auch nichts, dass diese Kategorien nicht böse gemeint sind, sie sollen mir nur helfen in dieser verrückten Welt zurecht zu finden. Ich mache das gerne. Ich ändere auch gerne meine Meinung, alleine, ohne fremde Hilfe. Wenn jemand versucht meine Meinung zu ändern, wird es schon komplizierter. Ja, ich weiß, ich bin nicht einfach, das Leben aber auch nicht, gönnt mir den Spaß. Ich bin eigentlich ganz nett.

Montag, 13. April 2009

Verheiratet


Da hat Thorsten Grasshoff (39) aber nochmal Glück gehabt, er muss es nur mit einer Scholze aushalten. Das finde ich gut und das entspricht auch deutschen Gesetzen. Die Frage ist nur, ob es unter den Schwestern Probleme gibt, weil die eine im Gegensatz zur anderen mit ihm verheiratet ist. Oder nicht. Das wird wohl nur die Zukunft klären. Bis dahin hoffen wir, dass die drei Kinder wirkluch nur von einer der beiden ist. Und wer ist genau der Vater. Das und noch viel mehr Interessantes wird die "Neue Woche" schonungslos aufklären. Und dann liegt sie hoffentlich auch in dem Zug, mit dem ich unterwegs bin.

Sonntag, 12. April 2009

Das wirklich harte Leben des Walter M.

In Deutschland ist er ein gefeierter Star. Die vergnügungssüchtige Gesellschaft verfällt regelmäßig seinem Charme, seinem Enthusiasmus, seinem Witz. Humor ist sein Geschäft, damit verdient er sein täglich Brot: Walter Mixa. 68 Jahre alt wird er am 25. April und jedes der 68 Jahre Lebenserfahrung sprechen aus ihm: Er musste viel mitmachen, viel leiden, er hat viel nachzuarbeiten. Häufig bricht es aus ihm raus, dann wird er wütend, brüllt, predigt und im gleichen Moment muss er den Kopf schütteln, über die verschwenderische Zeit, über das verlotterte Leben der Deutschen, völlig Wertelos, schwul. So geht das nicht, hört man ihn manchmal in seinen nicht vorhandenen Bart murmeln. Und dann holt er richtig aus: "Die Unmenschlichkeit des praktizierten Atheismus haben im vergangenen Jahrhundert die gottlosen Regime des Nationalsozialismus und des Kommunismus mit ihren Straflagern, ihrer Geheimpolizei und ihren Massenmorden in grausamer Weise bewiesen". Dann fällt er verstört und völlig fertig, kraftlos in seinen Stuhl und denkt über das Leben nach. Wie schön die Zeit war als man noch hemmungslos Hexen verbrennen durfte, als Juden in Ghettos leben mussten und keiner etwas mit diesen geldgierigen Schleimern zu tun haben wollte. Bei den Kreuzzügen wäre er sehr gerne dabei gewesen. Da war das Leben noch ein Abenteuer. Das ist jetzt Vorbei. Jetzt sitzt er im Sessel und wirkt mutlos, vom Leben gezeichnet, hat sich fast aufgegeben. Ein häufig zu beobachtendes Schicksal in dieser gefährlichen Sekte. Da leugnet man schonmal die Vergangenheit, verzeiht sich gegenseitig Fehler, die so nicht verzeihlich wären. Man hat sich lieb, man muss sich gegenseitig gegen diese dreckige Welt schützen, gegen Protestanten, gefährliche Islamisten, man muss ständig aufs neue Juden bekehren und Afrikaner ungeschützt ihrem Schicksal überlassen, es bleibt nicht mehr die Zeit, für das wirklich Wichtige. Das ist die traurige Wahrheit über den Katholizismus und es ist an der Zeit, dass sich diese Traurigkeit auflöst.

Freitag, 10. April 2009

Favoriten

Mich fragte gestern eine liebe Person, welche Bands/Künstler denn für immer meine Favoriten wären. Ich überlegte. Und überlegte. Und überlegte weiter. Das naheliegendste, Kettcar, war es nicht. Immerhin trug ich ein Kettcar T-Shirt. Aber nach diesen T-Shirts kann man schlecht gehen. Ich habe viele. Alles tolle Bands. Aber ohne tolles Motiv wären die Shirts niemals in meinem Kleiderschrank gelandet. Ich zählte trotzdem mal Ra Ra Riot auf, die gibt es auch als T-Shirt. Bishop Allen war die zweite Band, die ich aufzählte. Da musste ich aber gerade lange überlegen um mich zu erinnern. So favorisiert können sie dann ja doch nicht sein. Mal sehen, was Last.fm sagt. Die müssten es ja wissen, die überwachen mich schließlich:

1. Kettcar (778 Plays)
2. Athlete (749)
3. ClickClickDecker (705)
4. The Wombats (624)
5. Jimmy Eat World (564)
Stand 10.04.2009

Ja, alles ganz großartige Bands, Kettcar hatten wir ja auch schonmal. Am ehesten eingefallen von diesen Fünfen wären mir aber wohl Jimmy Eat World. Gegen die sprechen aber die letzten beiden Alben.

Wenn ich unbedingt eine Band nennen müsste, weil mir sonst der qualvolle Tod durch Britney Spears- und Revolverheld-Hören droht, tendiere ich wohl zu Death Cab For Cutie. Die produzierne immerhin Alben ohne Ausreißer nach unten. Aber allein das sollte doch niemals reichen um die beste Band der Welt zu werden. Wie man sieht, alles nicht ganz einfach. Allerdings beneide ich keinesfalls die Menschen, die sich da eine feste Meinung aufgebaut haben, denen geht doch sehr viel verloren. Das Gefühl, dass musik ausmacht, möchte ich nicht nur von einem Künstler präsentiert bekommen. Ich möchte Abenteuer. Mit Musik. Für meine Gefühle. Für das Leben.

Donnerstag, 9. April 2009

Richtigstellung

Liebe Leserinnen und Leser,

Ich habe niemals gedopt, ich habe niemanden betrogen und Schiedsrichter hab ich auch nie bestochen. Ich bin ein Kieler mit Handballhintergrund, aber die Champions League war nie mein Ziel. Flensburg und/oder Lübeck zerstören auch nicht, schöne Städte, immerhin. Und ja, ich bin Jungfrau, pardon. Aber da war ich gestern nicht alleine, im Molotow spielten The Virgins. Ha ha ha. Ich finde sie immer noch nicht gut, aber im Gegensatz zum miesen White Stripes-Verschnitt aus Osnabrück, also: most famous Band aus O S N A B R Ü C K !!!, als Vorband waren sie ganz ok. Davor, dazwischen und danach schwang ich ohne Unterstützung pharmazeutischer Produkte das Tanzbein, famos. Heute: Müde. Aber: gutes Wetter. Warm.

Morgen verrate ich euch dann, warum ich auch nie ernsthaft über eine Karierre als Fußballstar nachgedacht habe. Vielleicht.

Mittwoch, 8. April 2009

ungefährdet

Liebe Menschen in meiner Umgebung,

Ich spielte mal kurzeitig so genannte Ego-Shooter. Ich war aber nicht im Schützenverein. Von mir geht nur halb so viel Gefahr aus.

Danke für die Aufmerksamkeit. Weitermachen.

Montag, 6. April 2009

Spring doch

Was macht man, wenn man gerade von der Freundin, die man liebevoll "Barbie" nannte, verlassen wurde? Richtig! Man schreibt Lieder, Lieder über die Vergangenheit und seine Bewältigung. Das dachte sich auch 1Limited und schrieb Songs wie "Barbie Girl", "What Is Love", "We're Going To Ibiza" "There's No Limit" und "Mr. Vain". Um sein Live-Set als Vorhampelmann von ClickClickDecker im Molotow aufzulockern, spielte er noch ein Cover der Band Frittenbude (Superschnitzellovesong). Auch für seinen Kumpel Max hatte er noch einen Song im Köcher: "Max, don't have Sex with your ex" brach es fast aus ihm heraus, bis er sich dann doch wieder beherrschen konnte. Dabei konnte er weder singen noch Gitarre spielen oder das Kazoo und das Stylophone korrekt bedienen, aber die Masse sang - besser: gröhlte - die Songs mit als hätte sie sie schon mehr als einmal gehört. Ein Höllenspektakel. Nach 20 Minuten war es schon vorbei und der Künstler sichtlich im Endorphinrausch. Tut ja auch gut, sich zu besaufen und den Kummer von der Seele zu singen.

Nach 17 Tagen Tour, die Kevin Hamann samt Band durch ganz Deutschland und die benachbarten Länder führte, gab es gestern ein Heimspiel. Vor einem gut aufgelegten Publikum im vollen Molotow macht es aber wohl auch sehr viel Spaß. Da wird gelacht, geposet, gemacht und getan. Und der Keller kocht. Jeder Song ein Hit, intensiv und voller Drang. Songs, die auf dem aktuellen Album "Den Umständen entsprechend" noch schwächer als deren Vorgänger scheinen, wachsen zu Hymnen, die das befindlichkeitsfixierte Publikum gerne annimmt, mitfiebert, die Hüften kreist und versucht, nicht den Anschluss zu verlieren. Die Vier auf der Bühne legen ein sagenhaftes Tempo vor, verausgeben sich und machen den Abend unvergesslich. Der Gott an der Gitarre, Oliver Stangl spielt sich wund, im Hemd, das leider Unverkauf ist, und in "Lord"hose. Lars Lewerenz oder Lewe oder das Audiolith bedient zielsicher den Bass und macht das, was er am besten kann, den Klassenkasper. Simon Rass am Schlagzeug bricht aus, spielt Soli, bekommt viel Szenenapplaus. Kopf Kevin Hamann hat sich eine fantastische Band geformt und eine famose Setlist zusammengestellt, jedes Album war ausreichend vertreten. Die Texte sind stilsicher, humorvoll, augenzwinkernd oder auch einfach nur ein Tritt in den Hintern. Selbstmord ist eben doch keine Lösung.

Samstag, 4. April 2009

die fette Pam

I’m not a boy
I’m a big fat balloon

Ein Songbeginn für langweilie Nachmittage in der Therapie, zwei Zeilen zum in den Stein meißeln oder auf die Leinwand malen oder was man auch immer da macht. Und dann zwei Minuten Party.

But I’m all empty inside

Das ist das Leben in Rohform. Unzensiert. Ungeschönt.

And if I was to just burst suddenly
Then nobody would even notice me

Das blutige Ende einer Therapiesitzung.



Freundlicher Dank geht an The Boy Least Likely To, die mit "A Balloon On A Broken String" ein traurig-schönes Lied über das Leben schrieben.

Mittwoch, 25. März 2009

Selbstwahrnehmung

"Wir sind Pioniere und vielleicht der Verband, der am meisten gegen Doping unternimmt." Das sagt Joseph S. Blatter, einer der mächtigsten Sportbosse der Welt. Zusammen arbeiten mit der WADA möchte man aber nicht. Das ist genau der richtige Weg im Kampf gegen positive Proben. Nicht gegen Doping. Aber das ist egal, es geht schließlich um's Geld. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein, das Lieblingsmotto aller Sportverbände, Sportfunktionäre, Sportler und Fans. Handball, Fußball, Biathlon, Langlauf, Gewichtheben. Was wäre das Geschrei groß, wenn ein Ungar oder Türke Olympiasieger geworden wäre, aber es war ein eingebürgerter Deutscher mit trauriger Vergangenheit, der kann gar nicht dopen. Selbstwahrnehmung vs Fremdwahrnehmung. Amen.

Montag, 23. März 2009

Ein Versuch - Teil 2

Dinge, die man tun kann, wenn der Zug ausfällt und man eine Stunde in Bad Kleinen verbringen muss:
-überleben

Hat geklappt, einzige Alternative wäre ein unschöner, elender, quälender, sich lange hinziehender Tod gewesen. Und das kam für mich spontan nicht in Frage.

Ein Versuch

Schöner Abend, kalt, aber windig, lecker gegessen, gute Musik, nette Party, großartige Location. Man sollte halt nur nicht versuchen eine Fritz Cola zu bestellen, dann erntet man in Berlin dumme Blicke seitens der Barmannschaft.

Dienstag, 17. März 2009

Schon immer gewusst

Heute nutzte ich das Wetter aus. Es war sonnig und windig, so mag ich das. Bei meinem nächsten Spaziergang (in ca 237587897 Tagen) darf es aber gerne so um die 10 Kelvin wärmer sein. Auf meinem Rückweg kam ich am Hamburger Hauptquartier der Scientology Kirche vorbei und fragte mich, ob sie sich Kirche nennen dürfen. Dürfen sie? Keine Ahnung.

Passenderweise gibt der Papst auch wieder einen zum Besten. Es reicht nicht Holocaustleugner zurück in den Schoß der Kirche zu holen und die alte Fassung des Karfreitagsgebets inklusive Missionierungsaufforderung von Juden zu verlesen. Um richtig ein Papst zu sein, muss man auch was wirklich außergewöhnliches, was abenteuerlustiges tun: Beispielsweise nach Afrika reisen. Und die Flüge auf den Kontinent des menschlichen Ursprungs dauern immer so verdammt ewig und man kann ja auch nicht die ganze Zeit den Mund halten: "Man kann das Aids-Problem nicht durch die Verteilung von Kondomen regeln. Ihre Benutzung verschlimmert vielmehr das Problem." (Quelle z. B ARD und Spiegel) Da stellt sich dann für mich die Frage, welche Sekte die Menschheit wirklich gefährdet...

Samstag, 14. März 2009

Promis - Dir Deine Meinung

Auch Zapp hat sich inzwischen mit der Bild-Werbung beschäftigt. Erschreckend.

Mittwoch, 11. März 2009

Hysterie

Die Abwrackprämie, sie soll deutsche Autohersteller retten. Autohersteller, die seit Jahren Entwicklungen im Kleinwagensegment verschlafen hat und Benzinschleudern in viel zu hohen Stückzahlen herstellt, die man in diesem Leben niemals absetzen kann. Heute stehen viele Tausend Autos auf Halde und die Arbeitnehmer müssen in Kurzarbeit oder gar komplett gehen. Hausgemachtes Problem, da helfen auch keine staatlichen Unterstützungen. Die Arbeitsplätze sind eh verloren.

Die Abwrackprämie, sie soll viele neue Autos auf die Straße bringen. In Wahrheit reicht das Geld für etwa 600.000 Fahrzeuge, weiß der Stern. Das Kraftfahrzeugbundesamt gibt an, dass es 49.330.037 zugelassene Fahrzeuge (Stand Februar 2008) gibt, davon 83,5% PKW. 600.000 bedeutet, dass ca 1,22% neue Fahrzeuge auf deutschen Straßen unterwegs sein werden. Man merkt, die Politik bewegt richtig was.

Die Abwrackprämie, der eine gewisse Umweltfreundlichkeit nachgesagt wird. Aber Autos und Umweltschutz passen nicht zusammen, auch nicht mit Neufahrzeugen, schon gar nicht, wenn diese auch noch, wie gewünscht, aus Deutschland kommen. Und dann lässt der Tourismusverband bei RTL auch noch verlautbaren, dass ja die neuen Autos bewegt werden wollen und Ziele, die mit dem eigenen Wagen erreicht werden können, sehr beliebt sind.

Die Abwrackprämie, die sehr klug, durchdacht und geschickt sein soll. Die Abwrackprämie, die eine große Mogelpackung ist und 1,5 Milliarden Euro in ein System steckt, dass sich selbst kaputt gemacht hat.

Dienstag, 10. März 2009

Der Tag, an dem ich Mika Häkkinen war

Neue Frisur, gleicher Name, also Motorsport, gab ja mal einen mit ähnlichem Namen, sagte der nette Mann in der Uni, ich sähe aber doch eher einem Formel 1-Piloten ähnlich, dem Finnen Häkkinen. Aha. Ich wollte mich doch nur exmatrikulieren lassen. Außerdem habe ich nichtmal einen Führerschein. Und Motorsport ist doch auch eher langweilig. Dann hätte ich auch weiter VWL studieren können. Hab ich ihm natürlich nicht gesaht. Man ist ja höflich. Und ein Streber. Weil man alles schon im Internet vorbereitet hat. Toll. Nach dem ersten Uni-Abenteuer, also während des Abbruchs des ganzen, bin ich noch einmal ein Vorzeige(ex)student, ein gewissenhafter Exmatrikulant. Toll.

Das Wetter in Hamburg war dem Anlass leider nicht angemessen, es regnete. Das hielt mich aber nicht davon ab, fröhlich tänzelnd zur S-Bahn zu wackeln und vor mich hinzupfeiffen.

Der THW hat jetzt die Staatsanwaltschaft am Hals, die Fußballer sind frei gesprochen worden und NADA und WADA geben sich erstaunlicherweise zurückhaltend. Was ist los? Das war's schon? Nicht ganz, jetzt ist M'Gladbach dran. Bereits im Oktober 2008, also vor rund 5 (!!!) Monaten kam Daems 45 Minuten zu spät zur Kontrolle. Hat niemanden gestört.

Naja, bei einem solchem Fifa-Vizepräsidenten wohl auch kein Wunder. Hauptsache, es geht um den Sport. Amen.

Donnerstag, 5. März 2009

Die Krux mit der Quote

Wie man bereits dem Kommentar von Knuellz entnehmen konnte, entscheidet sich gerade, ob Roland Koch in Zukunft den Vornamen Silvio verpasst bekommt.

Am 25.02.2008 berichtete Zapp (NDR) über den Hickhack über die (un)mögliche Vertragsverlängerung des ZDF-Intendanten Nikolaus Brender. Der Aufsichtsrat des ZDF, geleitet von Kurt Beck, in der Mehrheit aber aus CDU-Mitgliedern bestehend, weigert sich einer Vertragsverlängerung zuzustimmen. Brenders Nase passt zu den aktuellen Mehrheitsverhältnissen nicht. Da das ein Ministerpräsident, der gerne durch öffentlichkeitswirksame Attacken auf Ausländer und Jugendliche auffällt, aber nicht öffentlich sagen kann, schiebt er die Quoten vor. Sehr "ausführlich", so wie ein einfacher Bürger des Volkes das halt kann, gibt er in der FAZ, eigentlich ein konservatives Blatt des Springer-Verlags und damit fast immer CDU-hörig, seine Gedanken preiß. Die Quote sei schuld: "2008 wurden wir erstmals von „RTL aktuell“ überholt, liegen also hinter „Tagesschau“ und der RTL-Sendung nur noch auf Platz 3."

Dass diese Zahlen von RTL stammen und man dort "vergaß", die Einschaltzahlen aus den Dritten und 3Sat, auf denen "Tagesschau und "Heute" auch zu sehen sind, mitzuzählen. Die Quote wäre mit diesen Zahlen um einiges höher ausgefallen und sowohl die" Tagesschau" als auch "wir"(siehe obiges Zitat) hätten weit vor "RLT aktuell" gelegen. Geschenkt, ein dilettantischer Fehler, dem einem Koch, der auch schonmal Millionenzahlungen an seine Partei vergisst, passieren kann.

Dass er aber überhaupt auf die Idee kommt "RTL aktuell" mit "Heute" und der "Tagesschau" zu vergleichen, ist wohl der größere Lapsus. Darf sich ein Ministerpräsident, ein Politiker, der sich einer gewissen Verantwortung stellen muss, zu solchen Dingen hinreißen lassen? Eine Unterhaltungssendung mit geringem Bewusstsein für Nachrichten mit Hintergrund ist schlichtweg nicht geeignet die politische Bildung, den Bildungsauftrag den die öffentlich rechtlichen - merke: nicht staatlichen - Sender haben, zu ersetzen. Nicht heute, nicht morgen und auch in ferner Zukunft nicht. Das muss jemand, der im Wohle des Volkes handeln soll, wissen. Und er sollte auch das Hirn besitzen, um zu merken, dass es eine Informationslust jenseits des Entertainments gibt, oder zumindest sollte er die Mittel haben um geeignete Medienprofessoren zu bezahlen, die ihm das dann sagen. Hat er nicht, oder er wollte sie nicht hören.

Mehr dazu gibt es bei (jetzt war ich grad versucht "den Kollegen von" zu schreiben...:D) Zapp, inklusive Videos, für die jüngeren Leser, die bewegte Bilder brauchen.

Dienstag, 3. März 2009

Der tägliche Medienwahnsinn

"Der Boom war nur möglich, weil der Handball so ein Saubermann-Sport ist". Das sagte heute ein N24-Reporter, der nicht namentlich genannt werden möchte während eines Beitrags zu den aktuellen Bestechungsvorwürfen. Der THW Kiel soll in den Jahren 2000 bis 2007 Spiele durch Schiedsrichterbestechung manipuliert haben, unter anderem das Finale gegen Flensburg, das knapp gewonnen wurde. Allerdings sind diese Bestechungsversuche vorher nie sonderlich erfolgreich gewesen - oder die anderen Teams boten mehr. Auf diese Vorwürfe möchte ich eigentlich nicht weiter eingehen, die sind unerheblich, wenn es darum geht, diesen Satz des "Journalisten", als unsinnig und dumm einzustufen. Denn schon seit Jahren führt der Handball einen Kampf gegen den fairen Sport. Und das mal mehr und mal weniger Erfolgreich.

2002 versuchte der DHB die WM 2005 nach Deutschland zu holen. Für schlappe 50 000€, so jedenfalls NDR und FR. Das klappte bekanntlich nicht, der Präsident des DHB machte nach der 44:46 Abstimmungsniederlage das Rumpelstilzchen (u. a. sei der IHF-Präsident ein "toter Mann"). Zwei Jahre später durfte man doch die WM ausrichten, alles schien vergessen.

Aber auch der IHF-Präsident, Hassan Moustafa aus Ägypten, ist alles andere als ein fairer Sportsmann. Sein kuwaitischer Freund wollte gerne ein Team bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking sehen. Allerdings musste man im Qualifikationsturnier der Asiaten gegen Südkorea ran, die alles andere als schlecht und vor allem den Handballhinterwäldlern aus Kuwait massiv überlegen waren. Also tauschte der mächtige Ägypter kurzerhand die Schiedsrichter aus. Und ob das alles war, man glaubt es kaum. Es gibt auch bewegte Bilder, die so in jeder Comedy-Sendung im Fernsehen laufen könnte.



Es geht um Geld. Und um den Traum des Menschen: Fliegen. Das tat Pharao Moustafa auch sehr gerne. Und er ließ es sich bezahlen, ohne dafür Belege vorzulegen, fanden FTD und wiederum der NDR heraus.

Das ist der eine Teil der Schmierenkomöde Handball, der andere ist medizinischer Natur, oder sollte man zynischerweise von Experimenten am menschlichen Körper sprechen? Der deutsche Eishockeyverbad flog mit der Affäre Busch mächtig auf die Fresse, der Fußball macht es hoffentlich nach und der Radsport hat sich schon selbst zerstört, und jetzt wächst das Krebsgeschwür Armstrong auch noch nach. Und auch der Handball versucht beim Wettlauf der Pharmakonzerne um die beste medizinisch-notwenide Betreuung von Spitzensportlern mitzumischen. Im Vorfeld der WM 2009 wurde bekannt, dass der IHF auf ein Budget für die Anti-Doping-Unit verzichtet. Wenn Doping nicht nachgewiesen werden kann, weil nicht danach gesucht wird, dann gibt es ihn nicht, war wohl die Idee, die dahinter steckte. Und auch das schlug wieder große Wellen, führte sogar zu Rücktrittsforderung in Richtung unseres Ägyptischen Vollblutsportlers, ob jemand mitgezählt hat, die wievielte es war?

Da muss man dem N24-Mann ja eigentlich sogar noch für den Satz dankbar sein, dass man endlich mal wieder an die letzten Jahre des Saubermannsports dachte.

Mehr zum Thema Doping, sehr ausführlich, sehr fundiert und grandios aufbereitet gibt es hier. Sehr gut auch für interessierte der Blog von Jens Weinreich, der immer wieder tolle Neuigkeiten des Sports vorstellt und derzeit einen Kampf gegen den DFB ausficht.

Montag, 2. März 2009

Igitt

Wie unreflektiert muss man sein? Wie Geldgeil? Da ist jeder Restanstand verloren. Eigentlich recht kluge Köpfe machen Werbung für die Bild (große deutsche Boulevardzeitung). Da sagt ein JBK, seines Zeichens "Investigativjournalist" im Zweiten - Wie war das mit Eigen- und Fremdwahrnehmeung? - "Weniger Meinung, mehr Bildung". Und das in einer Werbung für eine Zeitung, die den Slogan "Bild dir deine Meinung" prägte. Nur, von wessen Meinung sprechen wir da wirklich? Und wo kommt auf einmal die Blidung her? Verweist die Zeitung jetzt auf BildBlog? Schreibt sie jetzt nicht mehr ungeprüft von Wikipedia ab? Stellt man jetzt Leute ein, die der deutschen Grammatik mächtig sind? Fragen über Fragen, aber "unser" Antwort-Blatt, das nach Selbsteinschätzung die Meinung von 80 Millionen Deutschen (ohne Linksradikale (Sozialdemokraten, Grüne, Bundeskanzlerrinen und Bundesfinanzminister)) vertritt, hat da bestimmt schon eine Meinung, die wir uns dann bilden dürfen.

Freitag, 27. Februar 2009

Mensch oder Tier

Wer hängt am Baum und fechtet mit dem Penis? Na? Es sind nicht die Steinzeitmänner von nebenan. Nein. Es sind auch nicht die Oktopusse, die einen ihrer vielen Fangarme zu einem Penis umgebaut haben, sinnigerweise ohne die Noppen, man muss ja in die Kloake reinkommen. Das soll mal einer den Condomherstellern erzählen, die zur weiblichen Erheiterung Noppen an ihre Kondome basteln. Verrückt. Naja, diese Oktopusse hätten halt auch gerne mal Sex mit einem weiblichen Tier, das nicht erreichbar ist, wie menschliche Männer auch, kennt man ja irgendwie. Um ihr Ziel zu erreichen, haben die Füchse der Weltmeere einen Trick, den ich nicht empfehle nachzumachen: Sie schießen den Penisarm ab und können so auch ihr Objekt der Begierde erreichen, das zum Beispiel in einer Spalte (Achtung, anzüglich!) steckt, und dieser erledigt dann die Arbeit ganz alleine. Ob der Sex noch schön ist, weiß man nicht, genau so wenig, ob der ungenoppte Penisfangarm nachwächst. Während also bei den Kraken die Männer die Schlingel sind, ist es bei einer Pinguinart mehr die Frau. Auch hier sind durchaus wieder Parallelen zu den Menschen zu sehen. Man kennt es, der Mann geht arbeiten, für das Essen sorgen, die Frau bleibt daheim, im Haus. Doch genau hier liegt das Problem, im Haus fehlen, drei, vier Ziegel, also, ab zum Nachbarn, der hat drei schöne rumfliegen, schneller Sex und schon ist das eigene Haus wieder komplett. Die ansonsten treuen Pinguinfrauen prostituieren sich für Kieselsteine, während der Pinguinmann fischt. Sachen gibt's. Aber wer baumelt denn da nun am Baum? Kleiner Tipp: Sie kommen in Horden von 50 bis 120 vor und haben viel Sex, zur Begrüßung, zur Konfliktbewältigung und auch sonst immer wenn es passt. Die, die keine abbekommen, reiben sich selbst die Hoden und befriedigen sich selbst. Es könnte sich also um Fussballfans/Dorftypen/Vorstadtproleten/bitte selbst einsetzen handeln. Aber in Wahrheit steckt auch hier wieder die Tierwelt hinter der menschlichen Fassade: Die witzigen Bonobomänner sind es, die Spaßvögel.

Mittwoch, 18. Februar 2009

Essen und Angst und Respekt

Ich hab eine neue Lieblingsfernsehsendung: Prostitution von Köchen und solchen, die es gerne werden. Immer Montags, wenn ich mich nicht täusche, auf RTL2 (jaha, RTL2, der allseitsbeliebte Pokémon-Sender). Anstelle von wehrlosen Kinden, die von ihren Eltern gezwungen werden auf Bühnen vor Millionenpublikum Dieter Bohlen was vorzusingen, kochen in dieser Sendung ein paar (Hobby-)Köche munter vor sich hin und gewinnen vielleicht ein Restaurant. Toll. Fundierte Kommentare von der Jury, teilweise rohes Essen der Kandidaten und rührselige Geschichten auf unserem Heulsender Nummer 2. Man verkackte leider gegen den Livezickenkrieg auf Pro7. Jedenfalls stand in der Bild und in der MoPo, dass Heide Klum wieder interessante Kandidatinnen für ihre Erfolgsshow "Nutte mit den längsten Beinen" hat.

A propos lange Beine: Ich saß im Bus, es stiegen Mutter mit zwei Kurzbeinigen dazu. Neben mir sind ca 4 Plätze frei, ich saß extrem cool ganz hinten im Bus. Mutter zeigt auf den Platz neben mir, Kind fängt an zu heulen: "Da sitzt ein Mann!".

Ich mag ja CDs, aber man kann es tatsächlich übertreiben. Aber mal sehen, wer da so mitbietet, vielleicht gehört DIES bald mir.

Dienstag, 10. Februar 2009

Tipp

Man sollte in einen Supermarkt gehen und alten Männern, die das erste Mal ohne ihre Frau einen Supermarkt betreten haben, oder jungen Männern, die gerade zuhause ausgezogen sind, dabei zusehen, wie sie versuchen Butter zu kaufen. Das ist spannend.

Samstag, 7. Februar 2009

Let's have a sing along

Für die große Geste braucht es häufig nur sehr einfache Mittel. Sehr eindrücklich bewiesen, haben das heute Nacht Scouting for Girls. Viele mögen sie, manche hassen sie, anderen sind sie schlichtweg egal. Ist auch egal, ist ja nur Musik.

Dieses nur beschreibt die vier sympathsichen Londoner sehr gut. Hört man sich das Album an, könnte einem schnell langweilig werden. Wären da nicht die Hits "Heartbeat", James Bond" und in erster Linie das verflucht eingängige "Elvis ain't dead". Einfache Stilmittel, ein Piano, eine Melodie und Charme, mehr brauchen sie nicht um zu überzeugen. Dazu sieht der Sänger für einen Engländer, jetzt muss ich vorsichtig sein, gar nicht so schlecht aus. Man könnte der Band vorwerfen, es fehlen die Kanten, aber die fehlenden Unebenheiten machen sie mit ganz viel Hang zum überlebensgroßen Po(m)p wett.

Das spürten heute auch die, die den Grünen Jäger am Pferdemarkt ausverkauften und die Hütte zu einem Tanztempel mit leichten Karaokespielchen machten. Von Anfang an war "die erste deutsche Crowd" da, eingenommen vom Spielwitz der Band. Zu Beginn des Sets schmissen sie mit den Singles "She's so lovely" und "James Bond" um sich. Gerade letzterer scheint den durchgängig jungen Besuchern und vor allem Besucherinnen besonders bekannt zu sein. Ist für mich gar nicht so toll, aber was soll's. An der Bar wurde sich noch gestritten, ob "guys" oder "boys" umgeblasen werden.

So I wish I was James Bond, just for the day.
Kissing all the girls, blow the bad guys away.

Aha. Ist im Prinzip auch egal, beschreibt beides den gleichen Jungentraum. Das Thema Frauen zieht sich durch das ganze Album und somit auch das heutige Set, das nichts zu wünschen übrig ließ. Das Publikum fraß der Band förmlich aus der Hand, nicht nur dem charismatischen Sänger, Pianisten und Gitaristen, am lautesten war der Applaus erstaunlicherweise beim Drummer. Allerdings den mögen eh immer alle. Aber gerade das Zusammenspiel Frontsänger - Backgroundsänger, der gleichzeitig die dicken Saiten des Bass' zupfte, machten die Lieder rund.

Es folgten zum Ende des Sets der Übersong "Elvis ain't dead" mit der Poesiealbenzeile "Elvis isn't dead, 'cause I heard him on the radio" und das famose "Heartbeat". Ein sehr rundes Set mit Hits vorne und hinten und mittendrin das Elvis-Cover "Can't help falling in love", das ging nicht ohne, das musste raus.

Elvis has left the building
Thank you and good night

Donnerstag, 5. Februar 2009

Suppenkasper

Ich gebe es sehr gerne zu: Ich liebe Kochsendungen im Fernsehen. Ich gucke nicht alles, und vor allem nicht jeden, aber hin und wieder zieht es mich eben doch dahin mir das Wasser in den Mund laufen zu lassen. Meistens gönne ich mir dann ein (oder ganz viele ein) Stück Schokolade. Oder Chicken Wings. Oder Griesbrei. Oder oder oder. Essen gehört dann doch, neben Atmen, zu meinen liebsten Hobbies.

Gerade läuft das perfekte Dinner. Da sind drei Menschen, die nicht weiter interessieren. Und zwei Studierende. Einer wird Journalist und tut manchmal auch schon so, als wäre er einer. Die andere studiert Ingenieur und ist Model. Er will. Sie eher nicht. Aber toll.

Heute ist unser sehr von sich überzeugter Nachwuchsjournalist mit kochen an der Reihe. Er hat aber leider keinen Esstisch. So muss man halt am Wohnzimmertisch auf dem Boden sitzend essen. Macht ja nix. Für ihn. Eine Mitbewerberin hat Rücken, der andere ein kaputtes Bein. Naja, egal.

Vorspeise: Champignoncremesuppe.

Eingekauft hat er selbst. Aber nicht alleine. Sein netter Freund war mit und half ihm auch noch beim Tischdecken. Toll.

Lustig ist der Gang durch die Wohnung. Da gibt es Bilder von Paris Hilton und Victoria Beckham, aber leicht verfremdet. Der lustige Kandidat hat sich in die Fotos reingeschneidert. Witzig. Das Model findet das nicht toll. Minuspunkt im Kampf um die Frau.

Hauptspeise: Ananas mit Speck umwickelt (und für das Model statt Speck mit Zucchini) und noch ein bisschen mehr. Aber scheinbar nicht mehr Fleisch. Tolles Hauptgericht. Die anderen fühlten sich jedenfalls auf den Arm genommen.

Fauxpas!!!! Er hat die Kartoffeln für einen Gast vergessen. Doof. Und die Gäste können sich nicht zurückhalten und beäumeln sich im Einzelinterview. Grandios. Das ist lebensechte Satire.

Nachtisch: Panna Cotta mit Himbersauce (gekaufte)

Wenigstens der Nachtisch schmeckt den Gästen, so müssen die vielleicht nicht ganz hungrig nach Hause. Und er erzählt auch noch, dass die Sauce gekauft ist. Schade, schade. Und albern sind sie heute. Aber ich fühle mich sehr gut unterhalten.

Er gibt sich selbst 7 Punkte, die anderen geben 4, 4, 4 und 4 Punkte. Das macht also 16. Mit seinen 7 Punkten wäre er auf 28 gekommen, das ist das doppelte. Naja.

Und er wird sie wohl nie bekommen. Traurig.



Nachtrag vom 03. März 2009:

Naja, 28 scheint nach neuesten Informationen doch nicht das doppelte von 16 sein. Ich entschuldige mich von ganzem Herzen für diesen Fehler.

Freitag, 30. Januar 2009

Freitag = Musiktag

Den 30. Januar 2009 sollten sich die Fans deutscher Musik fett in rot im Kalender anstreichen.

Neu auf CD und Vinyl:

ClickClickDecker - Den Umständen Entsprechend
Klez.E - Vom Feuer der Gaben
Montag - Montag

Der Pomp is back in german pop. Polarkreis 18 und Tomte waren auch schon damit ausgestattet. Krass, deu Deutschen, die trauen sich was. Und "The Colour of Snow" erinnert irgendwie an OMD, hach.

Und Kim Frank ist auch wieder da, zwar nur als Regisseur, aber immerhin. Nie die Hoffnung auf eine Echt-Reunion aufgeben!

Donnerstag, 29. Januar 2009

es passiert vor meiner Tür

Ich schreibe ja für mein Leben gerne über Musik. Ich rede auch gerne darüber. Und ich halte meinen Geschmack zum einen für sehr passabel und nerdig, zum anderen aber auch für Massenkompatibel. Man kann sich das gerne eingestehen, gegen einen ordentlichen, gut gemachten Popsong hat keiner was. Da kann man sogar Katy Perry's "I kissed a girl" toll finden. OK, ich gebe es zu, der Text ist vielleicht nicht erste Sahne und das Video gleicht mehr einem Porno (Liebe Pubertierenden, viel Spaß mit YouTube und lasst die Hände auf dem Schreibtisch!), aber der Song ist trotzdem irgendwie toll. Ich bin fasziniert von der Melodie. Viel genialer ist aber, was Divide & Kreate, der seine Arbeit als "ruining your favourite tune" bezeichnet, mit dem Song gemacht hat. Das MashUp ist zwar schon ein bisschen älter, aber ich freue mich immer noch wahnsinnig, wenn erst die Musik von "Banquet" (Bloc Party) einsetzt und Katy Perry dann anfängt zu singen und der ganze Club ungläubig Richtung DJ schaut. Dieser Moment, diese Überaschung in den Augen der Meute, das ist großartig. Und man könnte fast meinen, es hat zusammengefunden, was zusammen gehört.

Noch viel lieber als über Musik, schreibe ich über das Leben und meine Beobachtungen. Oder darüber, dass mich jemand fragt, was für eine Fahrkarte man braucht, um mit der Fähre von Finkenwerder in die Stadt zu kommen. Ich bin der HVV, 3. Teil, könnte man sagen. Vielleicht sollte ich denen mal eine E-Mail schreiben, dass ich ab jetzt Geld verlange. Oder so.

Ein anderer Beobachter des Lebens mitsamt seiner Tragik und Komik ist ClickClickDecker, zweifelsohne einer der talentiertesten SingerSongwriter in Deutschland, obwohl die Bezeichnung kaum noch passt, so ist doch das neue, morgen erscheinende Album mit kompletter Bandbesetzung aufgenommen worden. Die Songs, mit heiserer Gitarre und sich überschlagender Stimme klingen aber immer noch genug nach früher, so dass wir dieses Label halt einfach mal behalten. Und es ist wieder ein famoses Album geworden. Popsongs und Betroffenheitslyrik passen eben perfekt zusammen. ClickClickDecker macht Lieder für Soundtracks vom Leben, von meinem, von deinem, von ihrem und auch von seinem, ein jeder kann sich in den Texten wiederfinden, sich darin verlieren, sich Mut anhören oder zumindest von dem Tag träumen, an dem alles klappt. Auch wenn man diesen Tag wohl nie erleben wird, wahrscheinlich ist das auch gut so, denn was wäre das Leben ohne diese ungeplanten Zufälle, ohne Spontaneität, ohne Lachen, Weinen, Herzschmerz und Freude. Das ist das wahre Leben. Und genau so wird es immer sein.

sag mir, was ich tun muss
um zu spüren wie es ist

dich zu erlösen und zu wissen das du´s bist

auch im Abseits sterben Helden

der Mut knapp portioniert

ertragen wir auch Zeiten
in denen man nicht weiss was passiert

(Die Suppe schmeckt auch kalt)

Sonntag, 25. Januar 2009

Der Tourismus in Hamburg, Akt 2

Hier laufen ja nicht nur Chinesen ohne Tickets rum oder deutsche Touris mit Stock im Arsch, nein, es gibt allsonntäglich auch diesen schicken, netten, lustigen, tollen innerstädtischen Tourismus. Wahre Menschenströme fließen gen St. Pauli. Nicht zu den Nutten, nicht zum Feiern oder um sich die ganzen Schnapsleichen anzugucken, nein, man macht jeden Sonntag einen Familielausflug zu Penny. 4 Kassen offen, Sonntags um 12, durchschnittliche Wartedauer ca 10 Minuten. Das ist toll. Was macht man nicht für Rührei und Griespudding.

Wir wollen an diesem Sonntag aber nicht nur übers Essen und Warten und den Spaß in Hamburgs Kurviertel reden, sondern auch über Musik. Nein, doch nicht. Wir lassen die Musik sprechen. Auf geht's. Schönen Restsonntag noch.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Ich bin HVV

Was sind wir nicht alles. Oder auch nicht. Und warum. Und so. "Wir sind Arbeit" leuchtet uns aus dem Fenster der Zeitarbeitsfirma entgegen. Nur Plagiate, keine Kreativität. "Du bist der Baum". Unbedingt. Wir haben offenbar alle Bretter vorm Kopf. Oder nur Zeit für Zeitarbeit. Hauptsache Zeit.

Ich hatte vorhin auch Zeit. Jede Menge. Also, eigentlich nicht, schließlich fährt der Zug nach Kiel nicht so häufig. Ein Mal in der Stunde. Das muss reichen. Dachte ich mir auch. Und trotzdem konnte ich diesem niedlichen Englisch nicht widerstehen. Diese Sprache lernt man in China nun aber womöglich auch nicht wirklich. Hab ich mir so gedacht. Und da der Zug ja so häufig, ähm, naja, egal. Bin ich doch mal nett. Ausländische Touristen nerven auch nicht so. Das ist ja das, was man in Hamburg schnell beginnt zu lieben. Dieses Wirrwarr aus tausenden verschiedenen Sprachen. Manchmal versteht man was. Manchmal versteht man nichts. Aber man hat immer was zu lachen und zu raten. Touristen sind halt meistens entspannt. Außer sie kommen aus Deutschland. Deutsche kommen irgendwohin und haben immer Ahnung. Sie wissen immer wie man wo hinkommt. Lassen wir die Schwaben und Bayern und Hessen und Sachsen und und und halt in ihrem Glauben. Wenn sie sonst nichts haben.

Diese drei Chinesen, ohne Kontrabass, ja, soll's geben, saßen also nicht auf der Straße sondern umzingelten mich. Da ja aber Waffenverbot auf der Reeperbahn ist, hatte ich keinerlei Angst. Mut lustigem Englisch versuchte man mir zu erklären, was man wollte. Um zu demonstrieren wie lange es dauerte bis ich verstand, was man wollte, werde ich erst übermorgen fortfahren...

Nein, natürlich nicht, übermorgen könnte ich ja Kanadiern geholfen haben. Oder Isländern beim Einführen des Sozialismus'. Und wann soll ich das denn bitte erzählen? Eben. Also, man wollte Drei-Tages-Karten. Für jeden der drei, ein Mann, zwei Frauen, was für die Fahrkarten keinen Unterschied macht, aber ja vielleicht trotzdem eine nette Information ist. Nur eine sprach überhaupt sowas wie Englisch, die anderen beiden nicht. Wobei ich zugeben muss, mein Englisch war auch schonmal besser. Für "gültig" sprudelte fast "guilty" aus mir raus, ich konnte mich bei "gui" aber noch fangen und korrigierte: "valid". Ich bin stolz auf mich.

Plötzlich hatte ich diesen 50er in der Hand und wusste nun gar nicht, was denn nun zu tun sei, zu dem Zeitpunkt wusste ich ja noch nicht genau, was die drei Asiaten wollten. Ich gab ihn aufgeregt wieder zurück. Fehler? Nein! Irgendwann, so nach fast 10 Minuten und zwei verpassten S-Bahnen hatten wir es raus. Ich hatte es raus. Fachmännisch kloppte ich drei Drei-Tages-Tickets, gültig ab heute bis einschließlich Samstag, aus dem Automaten und wollte mich auf den Weg zur Bahn machen. Nach Kiel wollte ich ja immer noch. Die drei bedankten sich, "Thank You", oder ähnliches, konnten die beiden anderen auch und ich stratzte davon. Jedenfalls versuchte ich es. Die Dame mit den schiefen Zähnen und dem noch schieferen Englisch ließ mich aber nicht. Sie kramte in ihrer Tasche, gab dem männlichen Mitreisenden ihre Kamera. Richtig. Ich vergaß. Ein Foto vom Blonden. Für die, die zu Hause warten. Man wird sicher noch in 20 Jahren über mich reden, wenn man die Seite des Fotoalbums mit dem Bild der Hamburg-Reise aufschlägt und sich freuen. "Hach, war der nett" und so. Man kennt es ja.

Ich saß dann doch in der S-Bahn nach Pinneberg. Dann im Zug nach Kiel. Dann im Bus nach Meimersdorf. Und irgendwann dann hier im Keller. Und noch immer freue ich mich über die, zugegeben sehr kurze, Bekanntschaft mit drei Chinesen ohne Kontrabass.

Montag, 19. Januar 2009

Winterimpressionen

Das ist also der Hamburger Winter. Grau. Nass. Kalt. Ab und zu mal ein Graupelschauer. Ach ja, Schnee lag hier auch schon. Und es war eisig. Drei Tage. Dann war's vorbei. Für mich, als erklärter Schneefeind glücklicherweise. Viele, wahrscheinlich fast alle, finden das weniger toll. Naja, wenn die Erderwärmung so lange braucht bis hier Palmen wachsen, dann finde ich sie halt doch nicht so toll. Ich hatte mich schon so gefreut.

Toll dagegen finde ich
The Bridges. Ich bin ja im Normalfall kein großer Freund von Frauengesang, aber das gefällt mir doch sehr. Das groovt so locker vor sich hin, da wippe ich auch gerne alleine, am Schreibtisch sitzend, mit dem Kopf. Mit dem rechten Knie mach ich das vorläufig aber nicht mehr, das wird dann so dick und blau, ich glaube, das ist nicht gesund.

"It's you against the Sunlight" singen sie im Lied "All The Words" und gleiches trifft halt ab und zu auch auf mich zu. Es gibt diese Tage, da möchte man einfach mal nicht, dass die verdammte gelbe Sau scheint. Es gibt Tage, die sind grau am schönsten. Nicht, weil diese Tage doof sind und keine Sonne verdienen. Ich hab ja doch in der Regel ein sehr sonniges Gemüt und bin nicht so der Griesgram. Aber mir würde was fehlen ohne schwere, wolkenverhangene Tage. Ganz einfach.

Samstag, 17. Januar 2009

Sternzeit 17012009, das Raumschiff Enterprise ist noch nicht erfunden, Cpt. Kirk noch nicht geplant, und das schlimmste, Tee gibt es immer noch nicht aus dem Replikator, man muss ihn immer noch per Hand kochen. Furchtbar.
Man mag sich jetzt fragen, was hier vorgeht. Ich frag mich das auch. Aber es soll wohl so sein. Außerdem gab es hier noch den Usernamen Offi. (WICHTIG!!! MERKEN!!!) Ich werde versuche mich an normale deutsche Orthographie zu halten, das wird mir hier und da nicht gelingen, weil ich ja kein Muttersprachler bin, ursprünglich bin ich ja vom Mond. Da wird nicht gesprochen. Wir pupsen um zu kommunizieren. Im Süden wird auch gerülpst, aber das tue ich eher selten.
Bevor ich weiter in Schwulitäten (Wer hat das Wort erfunden? Die Schweizer? Möglich.) komme, werde ich kurz umreißen, was ich hier plane: Selbstdarstellung. Die Geltungssucht zwang mich.

Tja, so kann's gehen. In Wahrheit bin ich ein Freund des Alltags. Ich fahre durch die Stadt, lasse mich von ihr berauschen, von den Menschen, dern Häusern, Autos, Busse und Bahnen, Lärm, Krach sowie Licht und Schatten. All das schlägt auf mich ein, macht mich windelweich und führt zu einem Überschuss an Eingeweiden, oder so. Jedenfalls, es muss raus. In die Welt. Laut. Leise. Mit Krawumms und Glockenspiel. Und da ich häufig meine Eingebungen habe, einige wissen das vielleicht, sollte man hier auf minütliche Einträge gefasst sein. Oder darauf, dass es einen Monat dauert, bis neues kommt. Schließlich schreibe ich auch schon seit 6 Jahren an meinem Buch. Aber wie sangen Echt:

Unser Leben ist ein weißes Blatt Papier
Da können wir nichts dafür
Komm laß' uns etwas schreiben
Was uns wichtig ist, was uns wichtig ist
Alles wird sich ändern,wenn wir groß sind
Alles wird sich ändern,wird sich ändern...


So soll es sein, so war's erdacht. Und nun mögen die Spiele beginnen.